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Lost Horizon: Review

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Nina und Max, das Traumduo von Entwickler Animation Arts, legen eine kleine Kreativpause ein, um im nächsten Jahr in Geheimakte 3 wieder neue Abenteuer zu überstehen. Bis dahin ist erst einmal ein anderes Pärchen an der Reihe, das in Lost Horizon sein Debüt feiert. Die Rede ist von Fendon Paddock und dem taffen Mädel Kim, die gemeinsam Erstaunliches erleben.

Die Handlung

Animation Arts reist für Lost Horizon in die 1930er Jahre. Zeitlich ist das Geschehen also deutlich vor Geheimakte Tunguska oder Geheimakte 2 angesiedelt und besitzt, abgesehen von der verwendeten Technik und der Aufmachung, keine Ähnlichkeiten zu den beiden Vorläufern des deutschen Studios. Denn dieses Mal dreht sich alles um den in Ungnade gefallenen britischen Soldaten Fendon Paddock, der im Hongkong des Jahres 1936 sein Dasein als Gauner und Pilot fristet. Angeblich hat er ein Massaker an chinesischen Hafenarbeitern zu verantworten, obwohl er daran keine Schuld trägt. Seine Vergangenheit holt ihn jedoch schnell ein, denn nach einer wenig freundlichen Auseinandersetzung mit einer kriminellen Triade ruft ihn sein ehemaliger Freund und Vorgesetzter für einen Auftrag herbei. Fendon wird die Chance geboten, seine Weste rein zu waschen, sollte er eine verschollene Forschungsgruppe im tiefsten Tibet wiederfinden, die vom britischen Empire ausgesandt wurde. Dieser gehörte sein guter Freund Richard an, was Fendon zusätzlich motiviert, sich dieser gefährlichen Mission anzunehmen.

Gefährlich ist es deshalb, weil Tibet zur damaligen Zeit ein Mysterium ist: Von dem Reich im Himalaya ist kaum etwas bekannt, nicht einmal gutes Kartenmaterial existiert. Aber wie der Zufall es so will: Sein alter Kollege Yen Wuang kartographierte vor langer Zeit die sagenumwobene Region, in der sich auch das legendäre Shangri-La befinden soll. Was Fendon zu Beginn allerdings noch nicht weiss, das ist die Tatsache, dass nicht nur er sich für die Karten interessiert, sondern auch eine Triade, die sie im Auftrag der Nazis besorgen soll. Glücklicherweise gelangt er aber zuerst an die Aufzeichnungen von Wuang, dank Wuangs knuffiger Nichte Kim...



Der Hintergrund

Die Handlung sei hier nur angeschnitten, denn obwohl Lost Horizon abhängig von den eigenen Genrekenntnissen eine Spielzeit von 10 bis 15 Stunden, besitzt, ist die Story recht komplex und wird vor allem dicht erzählt. Was allein in den ersten zwei Stunden auf den Spieler niederprasselt, ist nicht gerade wenig, aber insgesamt zu jeder Zeit spannend und höchst interessant. Der Name Lost Horizon ist sicher auch nicht zufällig gewählt, basiert die Grund-Thematik rund um das mysteriöse Shangri-La schliesslich auf dem gleichnamigen Roman aus dem Jahre 1933, der vier Jahre später sogar verfilmt wurde und früher zu den teuersten Produktionen des Filmstudios Columbia gehörte. Gewisse Ähnlichkeiten zum Film "Sieben Jahre in Tibet" könnte man eventuell auch sehen. Zumindest in den Filmen aus dem Jahre 1956 beziehungsweise 1997 (mit Brad Pitt) spielten die Nationalsozialisten mit ihrem Bestreben, etwas Übersinnliches in Tibet zu finden, eine gewisse Rolle. Letztendlich ist das Spiel eigenständig genug, um auf einem überraschend hohen und von Animation Arts gewohnten Niveau zu unterhalten, auch wenn sich sensationelle Überraschungsmomente etwas in Grenzen halten. Tragisch ist dies in keinem Fall, dafür punktet Lost Horizon in anderen Bereichen.

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Sven Wernicke

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Sven Wernicke am 30 Aug 2010 @ 16:53
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