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ArmA 2 - Operation Arrowhead: Review

  Personal Computer 

Was sich in der Theorie noch ganz angenehm anhört, muss aber auch seinen Weg in die Praxis finden. Dort nämlich zeigen sich schnell die Probleme eines Plans aus dem Generalszimmer. Nicht nur die Guerilla-Armee der Takistaner, sondern auch die Steuerung haben ihre ganz eigenen Vorstellungen von einem reibungslosen Ablauf. Alle Bewegungen sind in sich komplex und gehen weit über die übliche Shooter-Steuerung hinaus. Scharfschützen müssen eine realistische Ballistik einkalkulieren, Sturmgewehre erfordern eine gründliche Unterweisung und die Fahr- oder Flugzeuge steuern sich auch nicht wie in einem Arcade-Spiel. Das Tutorial umfasst alle Punkte genauestens und sollte zumindest einmal angespielt werden. Ansonsten fehlen später im Kampf wichtige Funktionen, die über Leben und Tod, Erfolg oder Abbruch einer Mission entscheiden können.

Obendrein befehlen Spieler schon mal eine komplette Einheit, was ein wenig taktisches Gefühl verlangt. Wer sich hier mit allen Möglichkeiten vertraut gemacht hat, verringert die Wahrscheinlichkeit einer Heimkehr im Bodybag. Erleichterung verschaffen da die Takistaner selbst: Ihnen wurden das strategische Gefühl, die Geländekenntnis und offenbar auch eine fundierte Ausbildung in der Armee wegprogrammiert. Abgesehen von ein paar direkten Angriffen, der Verteidigung von Stellungen und Standard-Moves sind sie recht ungefährlich. Je weiter die Alliierten ins Landesinnere vordringen, desto grösseres Kampfgeschirr steht ihnen jedoch gegenüber. Das bringt dann doch noch ein wenig Schwierigkeit ein. Trotzdem sollte man niemals den Feind unterschätzen, denn schon auf dem untersten Schwierigkeitsgrad kommen zwischendurch ein paar knackige Passagen, die sich jedoch eher auf Präzision und Vorgaben in der Durchführung berufen.

Für ein Addon ist der Fuhrpark ziemlich beeindruckend. Es stehen zahlreiche Jeep-Modelle, verschiedene Panzer, mehrere Flugzeugtypen und Helikopter zur Verfügung. Der Westen demonstriert hier seinen Vorsprung durch Technik. Nachtsichtgeräte lassen die Spieler nicht im Dunkeln tappen und die Unterstützung ist jederzeit über Funk erreichbar, um schnell mal eben ein Gelände zu ebnen. Bei der reichlich gross geratenen Map ist das mitunter auch eine der wichtigsten Zusatzfunktionen. Die Waffenkammer hat einige Vielfalt zu bieten. Neben Pistolen und Sturmgewehren können Feindpanzer auch mit Javelin-Raketen geknackt werden und Granaten sich gegen versteckte Gegnergrüppchen bewähren.

ArmA 2 - Operation Arrowhead

Atemberaubend ist aber neben den taktischen Gefechten auch vor allem die Aussicht. Wer sich ausgiebig in der Gegend umschaut, versteht schnell den Hardwarehunger des Spiels. Detailliert werden die hügeligen Gebiete wiedergegeben und auch die Fahrzeugmodelle machen einen vorzüglichen optischen Eindruck. Grafikliebhaber können ihren Augen mit Operation Arrowhead das Rundum-Verwöhnpaket gönnen. Die Hardware-Anforderungen haben es aber reichlich in sich: Ohne Mehrkern-Prozessor und einer modernen Hochleistungs-Grafikkarte bekommt man leider nicht viel von der Pracht mit, die hier von den Grafikern inszeniert wurde. Fans werden wohl bald wieder ihren Rechenknecht aufrüsten müssen.

ArmA 2 - Operation Arrowhead
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Martin Weber am 02 Aug 2010 @ 19:46
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