GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Jekyll & Hyde: Review

  Personal Computer 

Der Entwickler pixelcage liefert mit Jekyll & Hyde ein neues 3D-Adventure mit Action-Elementen ab. Wir haben uns für euch in Londons Untergrund begeben und verraten, wie spannend das Spiel wirklich ist.

Man kann schon fast gar nicht mehr zählen, wie viele Umsetzungen der bekannten Novelle "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" es bisher in Form von Büchern, Filmen und auch Spielen gegeben hat. Zugegeben, die literarische Vorlage hat nichts von ihrem Reiz verloren. Dennoch bleibt eine gewisse Skepsis, ob der Entwickler pixelcage dies alles in ein spannendes Adventure übertragen kann. Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Nein.

Ab in den Untergrund

Ganz so einfach machen wir es uns dann aber natürlich doch nicht und gehen etwas mehr ins Detail. Die Hintergrundgeschichte des Spiels ist vom Ansatz her sogar recht interessant. Es verschlägt euch ins London des Jahres 1894, wo sich zu diesem Zeitpunkt Euphorie und Panik die Hand geben. Einerseits herrscht in der Bevölkerung Freude hinsichtlich der Fertigstellung der legendären Tower Bridge. Andererseits sorgt eine rätselhafte Seuche für Angst und Schrecken. Zahlreiche Menschen wurden bereits dahingerafft, seltsamerweise blieben jedoch Kinder bisher davon verschont. Da die Regierung nichts unternimmt, ergreift der Wissenschaftler Dr. Jekyll die Initiative, um ein Heilmittel zu finden. Dabei stösst er jedoch auf ein verworrenes System von unterirdischen Gängen, in denen ihr den Grossteil der Spielzeit verbringen werden.

Jekyll & Hyde

Bis hierhin klingt das alles halbwegs spannend, doch bereits die technische Inszenierung dieser Handlung lässt zu wünschen übrig. Zwischensequenzen gibt es nur wenige, und die sehen zudem alles andere als hübsch aus. Der Rest wird mithilfe von Standbildern erzählt, die in mehrere, sich ineinander verschiebende Ebenen aufgeteilt sind. Dieser Stil mag Geschmackssache sein, trägt aber definitiv nicht zur Steigerung der Atmosphäre bei. Ganz im Gegensatz dazu stehen übrigens die professionellen Synchronsprecher, die eine hervorragende Arbeit abliefern. Vor allem der Erzähler im Hintergrund hat ein Lob verdient und ist hauptverantwortlich dafür, dass ihr euch letztendlich doch alle Zwischensequenzen bis zum Schluss anschauen werdet.

Abenteuer mit Hindernissen

Wenden wir uns jetzt jedoch von der Präsentation ab und dem eigentlichen Spielgeschehen zu. Jekyll & Hyde ist kein klassisches Point & Click-Adventure, sondern eher ein actionlastiges 3D-Abenteuer, das sowohl Rätsel als auch Geschicklichkeitspassagen zu bieten hat. So müsst ihr in der Rolle von Dr. Hyde im Londoner Untergrund unter anderem Klettereinlagen absolvieren und Sprünge über tiefe Abgründe meistern. Das erinnert im ersten Moment ein wenig an Tomb Raider und Konsorten, ist jedoch nicht ganz so dynamisch inszeniert wie die Akrobatikeinlagen von Fräulein Croft. Zudem gibt es bei Jekyll & Hyde ein ziemlich grosses Problem: die Steuerung. Diese ist dermassen störrisch und unpräzise, dass ihr selbst bei einfachsten Aktionen gerne mal unfreiwillig in einem Abgrund landet. Nimmt man dann noch die wechselnde und nicht immer optimale Kameraperspektive hinzu, ergeben sich unglaublich viele Frustmomente, die mit etwas mehr Sorgfalt bei der Entwicklung gar nicht erst hätten entstehen müssen.

Jekyll & Hyde
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Alexander Boedeker

Jekyll-%26-Hyde


Jekyll-%26-Hyde


Jekyll-%26-Hyde


Jekyll-%26-Hyde


Alexander Boedeker am 12 Okt 2010 @ 12:22
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen