GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Emergency 2012: Review

  Personal Computer 

Zermatt wird überrollt

Besagte Hektik ist prinzipiell kein Problem, da die Steuerung recht leicht von der Hand geht. Allerdings gibt es einige Probleme, die euch wie schaulustige Passanten den Rettungseinsatz unnötig erschweren. Egal, ob ihr in Zermatt nach verschütteten Bewohnern sucht oder auf dem Roten Platz in Moskau das Chaos nach einem Flugzeugabsturz eindämmt - euer grösster Feind ist stets die Wegfindung der Einheiten. Wir haben während unserer Testeinsätze mehr als einmal geflucht, weil sich mehrere Fahrzeuge ständig ineinander verkeilt haben und somit nicht rechtzeitig am Ort des Geschehens eintrafen. Das ist nicht nur nervig, sondern bewirkt im schlimmsten Fall, dass ihr die Mission nochmals komplett von Beginn an spielen müsst - Kontrollpunkte gibt es keine. Ihr solltet aus diesem Grund lieber häufig speichern, was jedoch aufgrund der langen Lade- und Speicherzeiten die Nerven ebenfalls strapaziert. Allgemein müssen wir sagen, dass Emergency 2012 trotz anfänglich sanft ansteigender Lernkurve einen relativ hohen Schwierigkeitsgrad hat und somit nur bedingt etwas für Einsteiger ist.

Doch zurück zur Wegfindung. Abgesehen von diesen unfreiwilligen Strassenblockaden kommt es zudem vor, dass die Einheiten ihren Zielort schlicht und einfach nicht finden und minutenlang orientierungslos im Kreis fahren. Die gut gemeinte Übersichtskarte hilft zudem aufgrund der geringen Grösse kaum dabei, bei grösseren Einsätzen genau das zu behalten, wofür sie konzipiert wurde - die Übersicht. Aufgrund solcher unnötigen Patzer stellen sich die Entwickler selbst ein Bein und kratzen stark am Spielspass von Emergency 2012.

Diese Nachlässigkeit macht sich auch im sogenannten Endlosspiel bemerkbar. Bei diesem Modus habt ihr die Obhut über eine gesamte Stadt und verdient mit der erfolgreichen Absolvierung von Zufallsmissionen Geld. Dies wiederum investiert ihr in neue Einsatzfahrzeuge. Klingt ziemlich motivierend, gestaltet sich in der Praxis jedoch als weniger spannend. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Missionen oftmals wiederholen und ihr zig Mal hintereinander einen Verbrecher jagen oder einen Wohnhausbrand löschen müsst. Eine weitere Spassbremse ist die fehlende Speicherfunktion. Sobald ihr das Endlosspiel verlasst, gehen sämtliche Fortschritte verloren - was ist daran bitte sehr endlos?

Reisst wenigstens die Präsentation wieder einiges raus? Zum Teil ja. Vor allem die Effekte wie zum Beispiel Explosionen, Brände und Rauchschwaden sehen ziemlich gut aus und intensivieren die Katastrophenatmosphäre. Auch die kurzen Einspielfilme vor der Mission fangen die Brisanz der Einsätze gut ein. Der Rest der Grafik erreicht jedoch nicht mehr dieses Niveau. Die Fahrzeuge und Figuren könnten gerne einige Details mehr vertragen und viele Texturen wirken verschwommen oder matschig. Bei der Soundkulisse gibt es ähnlich viel Licht und Schatten. Einerseits bekommt ihr saubere Funksprüche und thematisch stets passende Musikstücke zu hören. Die Effekte sind jedoch etwas schwachbrüstig und passen nicht so recht zum optischen Chaos auf dem Bildschirm. Zudem wiederholen sich die Sprach-Samples etwas zu häufig.

Emergency 2012

Emergency 2012
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?
 

Emergency-2012


Emergency-2012


Emergency-2012


Emergency-2012


Alexander Boedeker am 25 Nov 2010 @ 15:44
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen