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Alarm für Cobra 11 - Crash Time: Review
Donnerstag Nachmittag auf der A3. Der Berufsverkehr schiebt sich vom Stadtzentrum weg, LKW überholen LKW, BMW-Fahrer fahren mit Lichthupe dicht auf. Kurz: alles geht seinen geregelten Weg. Plötzlich zieht ein getuntes Fahrzeug auf dem Seitenstreifen vorbei, kommt ins Schleudern und touchiert ein Wohnwagen-Gespann. Dieses stellt sich quer und überschlägt sich, der dahinter fahrende Tankwagen kann nicht mehr bremsen und nur Millisekunden später geht in voller Fahrbahnbreite jedes Fahrzeug in einem gigantischen Feuerball in Flammen auf. Wie? Ach, das ist unrealistisch? Mag sein, aber es ist die erfolgreichste deutsche Actionserie aller Zeiten. Und die kommt zum zweiten Mal mit Hilfe der Jungs von Synetic auf unseren PC.
Zu spät dran?Was haben wir letztes Jahr, im Test zu Alarm für Cobra 11: Nitro, kritisiert? Richtig, das Spiel kam ein paar Tage, nachdem die aktuelle Staffel der Serie zu Ende war, in den Handel. Schlechtes Timing. Und in diesem Jahr? Nun, schon wieder versemmelt. Wenige Tage nach der letzten neuen Cobra-Folge steht Crash Time erst in den Läden. War also wieder nichts.
Dennoch kann man das zweite Spiel zur Serie unter der Führung des rennspielerfahrenen Entwicklerteams von Synetic als gelungen bezeichnen. Grössere und längere Autobahnen, ein gelungenes Streckendesign, abwechslungsreiche Missionen und ein irrsinnig gutes Geschwindigkeitsgefühl kann der Titel verbuchen. Im Gegensatz dazu krankt das Spiel auch dieses Jahr an einer mangelhaften Lizenznutzung und einer äusserst dünnen Story. Zumindest Letzteres kennen wir aber vom TV-Vorbild auch nicht besser, wenngleich Fans der Serie in der vergangenen Staffel über einige verhältnismässig gute Plots gestaunt haben dürften. Aber genug davon, wir sind keine TV-Kritiker.
Ich mach dich kalt auf'm Asphalt!Zwei riesige 3D-Areale sind die Schauplätze in Crash Time. Zunächst wäre da das riesige Netz aus Autobahnen und Landstrassen, angereichert mit Industriegebieten, einigen Dörfern, einer Zugstrecke und einem riesigen Steinbruch. Insgesamt über einhundert Kilometer Strassennetz und diverse Offroad-Pisten stehen den digitalen Cops hier für ihre Missionen zur Verfügung. Dank reichhaltig vorhandenem Rahmenverkehr wirkt jede noch so kleine Seitenstrasse äusserst belebt, auch wenn es diesmal keinerlei Passanten gibt. Kleine Details wie Rastplätze auf der Autobahn und halbfertige Rohbauten in den Dörfern sorgen für einen realistischen Look, das Design des Strassennetzes an sich weiss mit landschaftlich reizvollen Strecken fernab der Autobahn ebenso zu überzeugen wie durch das Netz an Autobahnen selbst. Auch die hohe Weitsicht tut ihr Übriges zum durchweg soliden Look der Szenerie, die langen Autobahnen wirken dadurch noch grösser.
Sogar in eine Grossstadt verschlägt es die Cobra-Cops in Crash Time. Die ist ebenfalls recht gelungen und sorgt mit einer Stadtautobahn, engen Gässchen, einem Fussballstadion und dem obligatorischen Industrieviertel für urbanes Flair. Ohnehin ist die Stadt diesmal deutlich imposanter geworden als das Provinznest aus dem Vorgänger.
Knall auf FallHerzstück des Spiels ist der Karrieremodus, in dem ihr insgesamt acht in sich abgeschlossene Kriminalfälle lösen müsst. Jeder dieser Fälle enthält mehrere Missionen, die meist durch Gespräche der Hauptfiguren miteinander verknüpft sind. Echte Zwischensequenzen gibt es auch diesmal nicht, wieder dürft ihr nur zuhören. Zudem handelt es sich bei den Stimmen nicht um die Originalschauspieler aus der Serie, sondern um mal mehr, mal weniger glücklich gewählte Ersatzsprecher.
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 Tobias Kuehnlein
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