GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Assassin's Creed: Review

  Personal Computer 

Was will ein einflussreicher Konzern in der nahen Zukunft von einem unscheinbaren Barkeeper? Und was geschah im 12. Jahrhundert nahe Jerusalem so Besonderes, dass die Firma ein millionenschweres Technologieprogramm startet, mit dem sie Erinnerungen von Vorfahren aus den Genen der aktuellen Generation auslesen kann? Diese und weitere Fragen beantwortet Ubisofts verspätete PC-Umsetzung Assassin's Creed im Spielverlauf. Man darf gespannt sein, sahnte die Xbox 360-Fassung bei uns doch schon 9 von 10 Punkten ab.

Faszination DNA

Sie gelten als Bauplan des Menschen, bestimmen Eigenschaften wie Körpergrösse, aber auch die Wahrscheinlichkeit, an chronischen Leiden zu erkranken. Unsere Gene sind winzig klein und doch so schrecklich komplex und bedeutsam. In der nahen Zukunft soll ein Megakonzern namens Abstergo herausfinden, dass die DNA mehr als nur unser Erbgut enthält. Sie ist darüber hinaus ein gigantischer Datenspeicher früherer Erinnerungen. Nicht der eigenen, sondern jener unserer Vorfahren. Abstergo ist auf eine bestimmte Information scharf, die irgendwo in den Genen des Barkeepers Desmond Miles verborgen liegt. Eine Erinnerungssequenz, die ein Vorfahre aus dem 12. Jahrhundert erlebt hat.

Trotz sündhaft teurer Technologie kommen die Wissenschaftler allerdings nur über Umwege an die gewünschte Information heran. Zunächst muss der unfreiwillige, weil entführte Proband nämlich zahlreiche Gedächtnisabschnitte absolvieren und sich so zum Wunschabschnitt vorarbeiten. Hierzu wird Miles an einen High-Tech-Computer angeschlossen, der sich mit seiner DNA synchronisiert und ihn gedanklich ins frühe Mittelalter zurückversetzt. Plötzlich befindet er sich also in der Haut seines Vorfahren Altair, einem begabten Assassinen. Ganz im Stile der Matrix gilt auch hier: Der Körper kann ohne den Geist nicht überleben. Wer also in dieser plastischen Traumwelt stirbt, lässt auch in der realen Welt sein Leben.

Rebellischer Antiheld

Bevor ihr euch als Altair der Hauptmission widmen könnt, habt ihr jedoch erst mal ganz andere Probleme zu bewältigen. Der Assassine ist nämlich ein Sturkopf, wie er im Buche steht, und verstösst zu Beginn gegen zahlreiche Gesetze seines Assassinenbundes. Am schwerwiegendsten ist sicherlich der Mord an einen unschuldigen Zivilisten. Zudem kommt ein anderes Mitglied durch Altairs Ungehorsam ums Leben. Eigentlich hiesse das bereits zweimal die Todesstrafe, doch ist der Antiheld zu wichtig, als dass sein Anführer das zulassen würde. Stattdessen degradiert er ihn zu einem Novizen und beraubt ihn dadurch fast aller Fähigkeiten.

Doch was ist das überhaupt für ein Verein? Ein Haufen Mörder mit moralischen Grundprinzipien? Ja, so könnte man es nennen. Die Assassinen fungieren zur Zeit der Kreuzzüge als eine Art Miliz, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Frieden zu schaffen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Für Sklavenhändler, grausame Ärzte und Verräter ist folglich kein Platz; sie werden heimlich aus dem Weg geräumt. Ein Assassine ist also auf lautloses Töten spezialisiert, ist im Notfall aber auch ein exzellenter Schwertkämpfer und Akrobat.

Hocharbeiten

Altair muss sich diese Fertigkeiten natürlich erst wieder zurückverdienen. Also werdet ihr auch vorerst für die Drecksarbeit eingeteilt: Leute befragen, bespitzeln, bestehlen oder verprügeln, um an Informationen heranzukommen, die euch bei eurer jeweiligen Mission weiterhelfen. Mit jeder erledigten Aufgabe steigt euer Rang innerhalb des Bundes; zudem erhaltet ihr Fähigkeiten zurück und bekommt Zugriff auf neue Waffen.

Ähnlich wie in Splinter Cell steuert ihr den Protagonisten aus einer Schulterperspektive und könnt wahlweise zum Gamepad oder zur Tastatur-Maus-Kombo greifen. In unserer Vorschau haben wir uns noch deutlich für das Gamepad ausgesprochen, doch müssen wir diese Empfehlung jetzt revidieren. Wenn ihr euch eingehend mit den Funktionen auseinandersetzt, sind Fortbewegung und Kämpfe mit Tastatur und Maus tatsächlich ungleich präziser und komfortabler.

Assassin's Creed
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?

Daniel Boll


Assassins-Creed


Assassins-Creed


Assassins-Creed


Assassins-Creed


Daniel Boll am 25 Apr 2008 @ 01:28
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen