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Clive Barker's Jericho: Review

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Im Jahr 2001 wagte Horror-Autor und Filmregisseur Clive Barker einen Abstecher ins Reich der Computerspiele. Undying setzte im Bereich der Grusel-Shooter neue Massstäbe. Diesen Erfolg will Barker nun mit Jericho fortsetzen, scheitert jedoch kläglich, wie wir euch im folgenden Review vermitteln werden.

Nein, nicht die Serie

Es ist schon lustig. Erwähnt man im Bekanntenkreis, dass man Jericho zocken geht, verziehen viele erst mal die Miene und denken an eine halbgare Versoftung der gleichnamigen Fernsehserie. Das ist natürlich Unsinn, denn das Jericho von Clive Barker hat eher religiöse Hintergründe. Es geht speziell um das Erstgeborene, die erste Schöpfung Gottes. Sie ist weder männlich noch weiblich und wird vom Schöpfer wegen ihrer Unvollkommenheit in die Stadt Al-Khali eingesperrt, einem künstlichen Gefängnis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Dort verbringt das Erstgeborene Jahrhunderte und Jahrtausende, wird letztlich abgrundtief böse. Al-Khali mutiert nach und nach zur Brutstätte des Grauens, mit grässlich entstellten Kreaturen und gefolterten Menschenopfern.

Eines Tages drohen sich die Tore Al-Khalis zu öffnen und das Böse in die Welt zu entlassen. Diverse Spezialeinheiten mit paranormalen Kräften werden mobilisiert, um die Gefahr zu bannen und das Erstgeborenen zu vernichten. Eine dieser Einheiten ist das Jericho-Team, bestehend aus sieben Mitgliedern. Alle verfügen über individuelle, übernatürliche Fähigkeiten und eine eigene Bewaffnung. Es geht extrem spannend los. Jericho wird vor Al-Khali abgesetzt und wagt sich Schritt für Schritt ins Innere hinein. Anfangs muss man sich noch auf die konventionellen Waffen verlassen, da die paranormalen Fertigkeiten nur schrittweise freigeschaltet werden.

Hässliche Monster, naive Kameraden

Im späteren Spielverlauf könnt ihr beliebig zwischen den Teammitgliedern wechseln und simple Vorrücken- und Stoppkommandos erteilen. Auf Letztere reagiert das Team recht zuverlässig, doch leistet sich die KI dafür in anderen Bereichen Patzer. Sie rennen einen vor die Flinte, stürmen blindlings in gefährliche Gegnertruppen hinein oder stehen auch mal gerne im Weg herum. So ist es nicht verwunderlich, dass manch ein Kamerad des Öfteren das Zeitliche segnet beziehungsweise schwer verletzt gen Boden sinkt. Doch keine Sorge: Jedes Jericho-Mitglied hat Heilkräfte und kann gefallene Kollegen wieder zum Leben erwecken. Das geht, solange noch mindestens ein Teammitglied auf den Beinen ist.

Eine intellektuelle Herausforderung sind die Monsterhorden übrigens keineswegs. Dafür sind es meist treffsichere, starke Zeitgenossen. Lediglich an der Anatomie sieht man noch halbwegs, dass man es mit ehemals menschlichen Gestalten zu tun hat. Tiefe, blutende Wunden verunstalten grosse Teile des Körpers. Manch eine Gliedmasse musste metallischen Schneide- und Folterwerkzeugen weichen. Eine besonders fiese Spezies ist mit eitrigen Beulen überzogen und hochexplosiv. Ihre Körperteile fliegen bei der Explosion in alle Richtungen und setzen in der Nähe befindliche Jericho-Mitglieder ausser Gefecht. Bei dem Monsterdesign hat Clive Barker also ganze Arbeit geleistet.

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Daniel Boll

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Daniel Boll am 11 Nov 2007 @ 16:36
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