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Devil May Cry 4: Review

  Personal Computer 

Erfreulicherweise ist Capcom einer der Hersteller, die ihre Konsolentitel vermehrt für den PC umsetzen. Aus diesem Grund kommen Windows-Nutzer auch in den Genuss von Devil May Cry 4, wenn auch mit einer rund halbjährigen Verspätung. Nachdem vorige Teile des Monstermetzlers eher auf der Stelle trabten, was Ideenreichtum angeht, heuerte Capcom für den aktuellen Teil den erfahrenen Produzenten Hiroyuki Kobayashi an, der bereits das Ur-Devil May Cry entworfen hat. So viel sei schon mal verraten: Die Entscheidung hat sich gelohnt!

Inzest im Grenzbereich

Halbdämon Nero, gutaussehend, jung und verfrüht ergraut, ist Mitglied eines Ordens, der sich um himmlische Belange kümmert. Innerhalb des Ordens ist Nero nicht sehr beliebt, hat er doch atheistische Züge an sich und hält nicht viel von Predigten. Wenn es hart auf hart kommt, ist er aber für seine Leute da. Vor allem seiner Halbschwester Kyrie ist er verbunden, und zwar mehr, als manche Bundesgesetze es zulassen würden. Keine Frage, er ist verknallt. Kein Wunder also, dass er alles daran setzt, Kyries grossen Gesangsauftritt auf einer Ordensmesse nicht zu verpassen.

Leider wirft ihm die dämonische Unterwelt Steine in den Weg und hetzt ihre Scarecrows in die Strassen. Bizarre, aus geflickten Säcken bestehende Kreaturen. Ein ausschweifendes und spektakuläres Intro zeigt die Bemühungen Neros, doch noch rechtzeitig zum Kirchengebäude zu gelangen. Sein Kampfpotenzial lässt sich hierbei mehr als nur erahnen, weicht er doch geschickt Attacken der dunklen Widersacher aus und teilt selbst flink welche aus. Neo aus Matrix würde zwar nicht vor Neid erblassen, aber dennoch seinen Respekt ausdrücken. Teils wird von den Action-Szenen in die Kirche umgeblendet, in der Kyrie weiterhin ihr Liedchen trällert.

Wahrhaft virtuos

Nero schafft es doch noch so gerade in die Messe, um noch das Ende von Kyries Auftritt mitzubekommen. Danach beginnt der obere Priester mit einer Predigt, die unseren Helden fast zu Tode langweilt. Tödlich getroffen wird letztlich aber jemand anderes. Ein ebenfalls jung ergrauter Typ bricht durch das prächtig verzierte Glasdach, landet auf dem Altar und verpasst dem Priester einen Kopfschuss. Der Attentäter ist niemand Geringerer als Dante, Held aus vorigen Devil May Cry-Titeln, wie sich kurze Zeit später herausstellt. Ordensmitglieder ziehen ihre Schwerter und stürmen in Massen auf Dante zu. Doch haben sie gegen die virtuose Kampftechnik des Haudegens natürlich nicht den Hauch einer Chance. Zahlreiche Ordensleiber fliegen durch die Gegend oder werden von Dantes Dämonenschwert durchbohrt. Schliesslich kommt es zum Gefecht zwischen Nero und Dante, das vorerst unentschieden ausgeht. Dante kann fliehen, Nero macht sich auf die Suche. Nach und nach wird klar, dass diesmal nicht nur Höllenmächte ihre Finger im Spiel haben. Auch der Orden führt etwas im Schilde, weshalb Nero zwischen die Fronten gerät.

Das gesamte Intro wirkt dabei fast wie gerendert, ist in Wahrheit jedoch echtzeitberechnete Spielgrafik. Scharfe, plastische Texturen, brillante Animationen und spiegelnde Oberflächen, wohin man schaut. Diese Edeloptik erzeugt nicht bloss in den hollywoodreifen Zwischensequenzen eine Gänsehaut, sondern zieht sich durch das gesamte Spiel. Hatten wir an der PC-Umsetzung von Devil May Cry 3 noch die altbackene grafische Präsentation bemängelt, wird im vierten Teil geradezu ein Grafikfeuerwerk entfacht. Hoffentlich werden alle künftigen PC-Fassungen von Capcom-Spielen so gut aussehen.

Meister seines Fachs

Dass ein so erfahrener Spieledesigner wie Kobayashi für Devil May Cry 4 verantwortlich zeichnet, ist in fast jeder Szene deutlich. Zunächst einmal wird Abwechslungsreichtum grossgeschrieben, was sich aber nicht nur auf die Schauplätze bezieht. So metzelt ihr euch durch Dschungelareale, Eislandschaften, Industriegebiete sowie imposante Schlösser und werdet langsam an die Fähigkeiten Neros herangeführt. Anfangs nur mit dem Dämonenschwert Red Queen und einer Wumme namens Blue Rose bewaffnet, lernt ihr im Spielverlauf den Dämonenarm von Nero zu nutzen. Hiermit zieht ihr Gegner an euch heran, wirbelt sie wild umher oder setzt sie als Schutzschild ein. Selbst aus dem Wrestling bekannte Manöver sind möglich.

Devil May Cry 4
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Daniel Boll

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DMC

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Daniel Boll am 28 Jul 2008 @ 00:48
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