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Jack Keane: Review

  Personal Computer 

Wie stellt ihr euch einen Adventure-Helden vor? Cool, abgeklärt, muskulös, gewieft und absolut jeder Situation überlegen? Denkt ihr an Indiana Jones oder Guybrush Threepwood? Dann kann man nur sagen: Denkt um, und nicht mehr in der Vergangenheit! Die Zeiten sind vorbei und warum das so ist, erfahrt ihr in unserem Review über den neuen Helden aus den deutschen Deck 13 Studios - Jack Keane.

Immer Ärger mit den Moneten

Okay, der Abenteurer des gleichnamigen Point-and-Click-Adventures ist auf den ersten Blick keine besonders imposante Erscheinung, aber genau das machte eigentlich schon immer die Helden in Spielen der Deck 13 Studios aus. Jack sitzt gefesselt auf einem Stuhl und wird von zwei üblen Schlägern ziemlich stark vermöbelt. Das ist das Erste, was man von seinem virtuellen Kompagnon zu sehen bekommt. Diese Szene ist gleichzeitig der Übergang ins Spiel, das mit einer rasanten Flucht aus dem Tower von London beginnt. Ihr befindet euch nämlich in England zur Kolonialzeit und nicht nur Jack hat da Probleme. Selbst die Queen hat alle Hände voll zu tun, ihr Königreich zu regieren.

Fernab der Britischen Krone schmiedet ein Mann namens Doctor T. auf einer Insel einen finsteren Plan. Er will alle Teeplantagen des Empires mit einer selbstgebauten Waffe zerstören und somit den Teemarkt für sich einnehmen. Allerdings ist die Queen schon auf der Hut und bekommt Wind von der Verschwörung. Kurzerhand wird der Geheimdienst auf diese Sache angesetzt und der wendet sich prompt an unseren Abenteurer Jack Keane. Da der bedingt durch seine Flucht vor den Geldeintreibern ohnehin gerade verschwinden will und dringend Geld benötigt, willigt er trotz des Unmutes seiner Mannschaft sofort ein. Sein Auftrag besteht darin, in Kapstadt einen Geheimagenten einzusammeln und auf die Insel Tooth Island, wo Doctor T. sein Geheimlabor hat, abzusetzen.

Die Story ist dabei, wie von Deck 13 gewohnt, wieder herrlich inszeniert. Der Humor präsentiert sich dieses Mal zwar erwachsener als in Ankh , beinhaltet aber wieder eine Anzahl von versteckten Anspielungen auf bekannte Genrevertreter. Es sind jedoch hauptsächlich die individuellen Charaktere, die das Spiel richtig aufblühen lassen. Die Figuren sind von der kleinsten Nebenrolle bis zum tragenden Hauptakteur liebevoll ausgearbeitet und lassen immer wieder neue Züge erkennen. Man kann sie mehrere Male ansprechen und bekommt daraufhin jedes Mal einen neuen Spruch zu hören. Der Wortwitz lässt euch dabei manchmal mehr als nur einmal in einem Gespräch schmunzeln.

Unterstützt von den professionellen Sprechern, dessen Stimmen man bereits öfters im Kino oder Fernsehen gehört hat, ist jeder Charakter ein Unikat. So bekommt man die deutsche Synchronstimme von Johnny Depp in der Person des Helden Jack präsentiert, oder Thomas Danneberg, der zum Beispiel John Cleese des Öfteren synchronisierte und in der Rolle des kauzigen Geheimagenten Montgomery geradezu aufblüht. Hier hat man sich an bereits bewährte Sprecher gehalten, die auch schon bei Ankh zum Einsatz kamen. Schade ist nur, dass man manchmal eine Stimme öfters bei verschiedenen Figuren heraushören kann.

Altes Konzept, starke Umsetzung

Es sind aber nicht nur skurrile Gestalten, denen ihr begegnet, es gibt darüber hinaus viele abwechslungsreiche und stimmungsvolle Locations zu sehen. Eigentlich hat fast jeder Ort seinen ganz eigenen Charme. Man tritt in die Szene und die Umgebung um einen herum beginnt zu leben. Dabei scheut man fernerhin keinen direkten Vergleich mit bereits bekannten Locations, aus Monkey Island zum Beispiel. Einige nennen es vielleicht kopiert, aber eigentlich ist es vielmehr eine Hommage an die gute alte Zeit - und es funktioniert. Sei es durch die hervorgerufenen Kindheitserinnerungen, die man mit älteren Adventure-Spielen hatte, oder einfach nur durch den cineastischen Flair des Spiels. Die Stimmung kommt super herüber und man fühlt sich in die Szenerie eingebunden.

Jack Keane
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Nicole Lange

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Nicole Lange am 20 Aug 2007 @ 10:31
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