GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Memento Mori: Review

  Personal Computer 

Mit Gooka und Evil Days of Luckless John hat Centauri Production in der Vergangenheit eher enttäuschende Adventure-Vertreter entwickelt. Da wirkt das neueste Werk der Tschechen wie eine Wiedergutmachung. Memento Mori ist ein interaktiver Mystery-Krimi geworden, der zu Recht den Adventure-Thron 2008 für sich beanspruchen könnte.

Diebesfahndung wider Willen

Im russischen Kunstmuseum Eremitage geht eines Nachts Merkwürdiges vor. Die Sicherheitssysteme fallen aus, und am nächsten Tag ist ein Gemälde beschädigt. Es scheint jedoch nichts abhanden gekommen zu sein. Dem zuständigen Oberst Ostankovic schmeckt die ganze Sache überhaupt nicht, bürgt er doch persönlich für die Sicherheit des Kulturerbes und soll in Kürze sogar dafür ausgezeichnet werden. Das Letzte, was er da gebrauchen kann, ist natürlich ein versuchter Diebstahl.

Er steckt nun in der Klemme, will einerseits die Sache aufklären, andererseits aber kein Aufsehen erregen. Also holt er die Akte eines ehemaligen Kunstfälschers namens Maxime Durond aus der Schublade, der offiziell niemals für sein Verbrechen angeklagt wurde. Ostankovic hat also direkt zwei gute Gründe, Max zu nötigen, Nachforschungen anzustellen. Einerseits dessen Kunstwissen, andererseits die kriminellen Kontakte Duronds. Das reicht dem Oberst aber nicht aus. Um auf Nummer sicher zu gehen, kontaktiert er seine ehemalige Mitarbeiterin Larisa Svetlova, die inzwischen für Interpol in der Abteilung Kunstdelikte arbeitet. Weil sie mit Max befreundet ist, bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich den heimlichen Ermittlungen anzuschliessen.

Etwas zu logisch?

Es sind weniger die Rätsel, die Memento Mori ausmachen, denn selten gab es so offensichtliche und logische Aufgabenlösungen in einem Adventure. Man hat oft sogar das Gefühl, dass die Entwickler einen zu extrem mit Hinweisen versorgen. Um etwa an eine Fackel zu gelangen, muss eine Metallschelle via Steinbrocken abgeschlagen und dann mit Isoliermaterial umwickelt werden. Alles Dinge, die sich im selben Raum befinden und deren Bestimmung einfach auf der Hand liegt. Es geht sogar so weit, dass ihr anhand der Farbe des Mauszeigers erkennen könnt, ob Kombinierungsvorhaben eurerseits erfolgreich sein werden.

Doch bevor sich die eingefleischten Genreprofis unter euch jetzt angewidert abwenden: Die Rätselvielfalt ist super, und es lohnt sich einfach, in der Handlung voranzukommen. Manche Stellen könnt ihr genauer untersuchen. Dann schaltet das Programm in eine 360 Grad-Ansicht um. Als Beispiel sei hier eine kleine Metallkiste genannt, die sich nicht öffnen lässt. Erst wenn ihr die Kamera so dreht, dass ihr die Vorderseite vor euch habt, seht ihr den kleinen Verschlusshebel, der eine Öffnung verhinderte. Sämtliche Gegenstände im Inventar lassen sich übrigens auf diese Weise untersuchen.

Oftmals kommt ihr nur weiter, indem ihr Dialoge führt oder E-Mails schreibt. Letzteres ist generell gut umgesetzt worden. Auf dem virtuellen PC-Desktop könnt ihr E-Mails abrufen, schreiben, und habt teils sogar Zugriff auf die Interpol-Datenbank, in der ihr nützliche Personen- und Geräteinformationen finden könnt. Ähnlich glaubwürdig geschieht auch die Nutzung von Handys und Telefonen.

Memento Mori
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Boll

Memento-Mori


Memento-Mori


Memento-Mori


Memento-Mori


Daniel Boll am 11 Nov 2008 @ 16:38
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen