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Outcry - Die Dämmerung: Review

  Personal Computer 

Die russische Spieleschmiede Phantomery Interactive entführt euch mit dem Myst-ähnlichen Adventure Outcry: Die Dämmerung in eine bizarre Welt. In Russland kam das Spiel bereits vor rund einem Jahr unter dem Namen Sublustrum auf den Markt. Taugt die deutsche Umsetzung?

Als namenloser Schriftsteller werdet ihr eines Tages von eurem Bruder eingeladen, ihn in seiner Wohnung besuchen zu kommen. Er will euch eine bahnbrechende Erfindung vorführen, doch als ihr eintrefft, erfahrt ihr von einer Nachbarin, dass der Wissenschaftler vor kurzem verstorben ist. Nun gilt es herauszufinden, was er euch so Wichtiges zeigen wollte.

Der Grafikstil von Outcry ist eigenwillig, erinnert ein wenig an alte, fehlerhafte Filmbänder, die einen gewissen Farbkontrast vermissen lassen. Anfangs störend, kommt die Optik später der bizarren Atmosphäre des Spiels zugute. Wie bei Myst und Konsorten schaut ihr euch einzelne Bereiche eines Raumes in einer 360 Grad-Ansicht an und schreitet an Stellen, die es erlauben, Bild für Bild voran. Bei jedem Szenenwechsel folgt allerdings weder eine Kamerafahrt noch ein simples grafisches Umschalten in den nächsten Bereich. Stattdessen blitzen jeweils drei oder vier Standbilder auf, die eine Bewegung zum Zielort hin simulieren sollen. Eine Unart, die direkt auf die Nerven geht und fast schon Kopfschmerzpotenzial hat.

In der Wohnung des Bruders finden sich direkt zu Beginn einige Tagebuchseiten und wissenschaftliche Schriften. Es gibt viel zu lesen, und in den Texten verstecken sich natürlich Hinweise auf das mysteriöse Projekt, das irgendwie mit dem merkwürdigen, tauchglockenähnlichen Apparat im Wohnzimmer im Zusammenhang stehen muss. In anderen Räumen finden sich zudem komplex anmutende Gerätschaften mit vielen Schaltern. So altmodisch und langweilig Outcry wirken mag, so fesselnd gestaltet sich das Abenteuer mit der Zeit. Schön ist vor allem, dass die Rätsel fast ausnahmslos logisch aufgebaut sind und dass fast alle im Spiel gefundenen Schriften jederzeit via Inventar abrufbar sind.

Neben der korrekten Schaltung von Maschinen, deren richtigen Einstellungen ihr meist aus diversen Tagebucheinträgen zusammenklauben könnt, steht zum Beispiel auch das Mixen einer nützlichen Droge auf dem Programm. Wie ein Hobbychemiker müsst ihr dann im hauseigenen Labor für das passende Mischungsverhältnis diverser Zutaten sorgen, vorher jedoch erst mal die notwendigen Utensilien finden. Später führt euch die geheimnisvolle Erfindung in eine Parallelwelt, die vom Bruder als "Schimmernde Welt" oder auch "Die Dämmerung" bezeichnet wird. Hier steht die Realität sprichwörtlich Kopf und lässt euch in düstere Industrieruinen, aber auch prachtvolle Wüstengegenden eintauchen, die teils von geisterhaften Wesen bevölkert werden.

Outcry - Die Dämmerung
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Daniel Boll

Outcry---Die-D%c3%a4mmerung


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Daniel Boll am 02 Apr 2009 @ 13:32
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