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Overclocked - Eine Geschichte über Gewalt: Review

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Drei Jahre nach The Moment of Silence versorgt uns House of Tales mit einem neuen Adventure. Overclocked: Eine Geschichte über Gewalt - der Name verrät schon, dass der Titel an eine erwachsene Zielgruppe gerichtet ist.

Aggressive Zeitgenossen

Overclocked wird von einem Render-Filmchen eingeleitet, das Spannung verspricht. Eine halbnackte Frau, lediglich mit einem Slip bekleidet, rennt auf die Strasse des verregneten Manhattans. Mit der in ihrer rechten Hand befindlichen Pistole feuert sie in die Luft, gibt markerschütternde Schreie von sich. Ihr Blick ist kalt, als stände sie unter Drogen. Nach dem Intro ein Szenenwechsel. Psychiater David McNamara erwacht in seinem Hotelzimmer und hatte wieder mal einen Albtraum. Er ist als Sachverständiger in New York, um eine Psychiatrie auf Staten Island zu besuchen. Dort befinden sich fünf junge Menschen - alle zwischen 18 und 20 Jahren alt und mit nahezu identischem Krankheitsverlauf. Jeder der Patienten ist mit auffälligen Aggressions- und posttraumatischen Stresssymptomen von der Polizei aufgegabelt worden.

Als McNamara müsst ihr nun herausfinden, inwiefern die Krankheitsfälle zusammenhängen und wie sie verursacht worden sind. Schnell wird klar, dass es sich um keine natürlichen Vorfälle handeln kann. Eure Aufgabe ist es aber zunächst, Zugang zu den mit Beruhigungsmitteln vollgepumpten Frauen und Männern zu finden. Keine leichte Aufgabe, da der leitende Stationsarzt Dr. Young euch nicht leiden kann. Er ist neidisch und enttäuscht, dass man ihm die Patienten weggenommen und sie euch zugeteilt hat. Oder hat er doch etwas zu verbergen? Andere Mitmenschen erschweren euch ebenfalls die Arbeit. Einige sind merkwürdig distanziert, geradezu unfreundlich. Und Detective Moretti, nicht verwandt oder verschwägert mit dem ehemaligen Kommissar Rex-Schauspieler, nimmt euch anfangs überhaupt nicht ernst.

Fahrenheit lässt grüssen

House of Tales bedient sich in Overclocked diverser Stilmittel, wie ihr sie vermutlich aus 24 und Fahrenheit kennt. Bild-im-Bild-Features und Kamerafahrten verstärken die generell düstere Stimmung des Adventures. Besucht ihr das erste Mal die Zelle 5, zoomt die Kamera langsam auf einen geistig abwesenden, grimmig dreinblickenden jungen Mann, dessen Atmung einem wilden Stier Konkurrenz machen könnte. Unter diesen Umständen ein Gespräch anzufangen, ist nahezu unmöglich. Doch eine wohlige Gänsehaut ist in diesen Situationen garantiert.

Vergleichsweise umständlich ist die Steuerung umgesetzt worden. Die Entwickler gehen weg vom inzwischen etablierten Ein-Klick-Modell anderer Genrekollegen und wieder hin zu einem symbolgestützten Auswahlmenü. Dieses erscheint, sobald ihr auf ein interaktives Objekt oder eine Person klickt. Dann könnt ihr zwischen diversen Aktionen wählen. Das ist nicht unbedingt umständlich, lässt aber einen gewissen Komfort vermissen. Immerhin kann David mit einem Doppelklick jederzeit zum Rennen animiert werden - das spart Zeit und Nerven. Am unteren Bildschirmrand befindet sich ein grosses Inventar, das fast ein Fünftel des Bildschirms einnimmt und nicht ausblendbar ist. Schade, denn ansonsten wäre mehr Platz für die überaus hübschen Render-Schauplätze gewesen.

Overclocked - Eine Geschichte über Gewalt
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 24 Okt 2007 @ 14:16
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