GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Risen: Review

  Personal Computer 

Piranha Bytes meldet sich nach dem Gothic 3-Desaster mit einem neuen Rollenspiel zurück. Aus markenrechtlichen Gründen musste die deutsche Spieleschmiede gewohntes Gothic-Terrain verlassen und mit Risen ein gänzlich neues Franchise beginnen. Dennoch wurde im Vorfeld versprochen, dass man sich auf alte Stärken zurückbesinnen und vor allem frühere Fehler in Sachen Qualitätssicherung vermeiden möchte. Nun ist Risen erhältlich und schickt euch mit einem neuen Namenlosen in ein Abenteuer, das beim Tester gemischte Gefühle hinterlässt.

Aller Anfang ist schwer

Bodo Henkel, der in der Gothic-Reihe den Schwarzmagier Xardas sprach, übernimmt auch in Risen wieder die Rolle des Erzählers und berichtet von einer Insel, die von den Göttern verlassen und von einer Höllenbrut heimgesucht wurde. Jene Insel ist der Schauplatz des Abenteuers, doch beginnt alles auf einem Schiff, das sich auf stürmischer See befindet und wenig später kentert. Der Held erwacht an einem Strand der Insel. Leichen und Ausrüstungsteile wurden mit ihm an Land gespült. Moment, hat sich die Leiche dort bewegt? So ein Glück, es gibt eine weitere Überlebende. Zusammen mit Sara muss der Held vom düsteren Strand entkommen und durch ein gefährliches Waldstück fliehen, in dem Riesengeier und hungrige Wölfe darauf warten, sich am Menschenfleisch zu laben. Vorher schauen wir uns natürlich noch genau am Strand um und finden versteckt in einer Bucht sogar ein brauchbares Jagdmesser zur Verteidigung. Für die Lebenskraftauffrischung müssen vorerst diverse Lebensmittel genügen.

Erst glaubten wir, dass Sara eine Art feste Begleiterin werden würde. Doch Fehlanzeige - relativ früh lassen wir sie auf ihren eigenen Wunsch in einer vermeintlich sicheren Holzhütte zurück und machen uns fortan alleine auf die Suche nach einer Zivilisation. Schon zu Beginn gibt es viel zu erforschen. Abseits der unbefestigten Landwege gibt es dichtes Gestrüpp, aus dem unheilschwangere Tierlaute zu vernehmen sind. Auch die eine oder andere Höhle wartet darauf, erkundet zu werden, und begrüsst uns mit geradezu blendend schönen Leuchtkristallen, die in Blau-, Rot- und Grüntönen strahlen. Natürlich birgt so eine Höhle auch ihre Gefahren, darunter putzig animierte Gnome, die bei Sichtkontakt wild gestikulierend auf der Stelle hüpfen und schrille Geräusche von sich geben. Danach bewerfen sie uns mit Flaschen und Müll, bevor sie uns umzingeln und mit diversen Schlagwaffen angreifen. Unsere Gegenwehr gestaltet sichgar nicht so einfach, entpuppen sich die kleinen Fieslinge doch als regelrechte Martial-Arts-Spezialisten, die unseren Schlägen geschickt seitlich ausweichen, um dann selbst zu einer Attacke anzusetzen.

Doch keine Sorge, mit dem Gnomclan werden wir so gerade noch fertig, auch wenn wir wegen einer fehlenden Schutzkleidung ziemliche Verletzungen davontragen. Schwieriger wird es da schon bei Wildschweinen, die sich in ruhigen Momenten genüsslich auf dem Rücken im Dreck suhlen. Ein Exemplar hat es sich etwas abseits unseres Weges gemütlich gemacht. Und weil das Speichern in Risen komfortabel per Schnellspeichertaste geschieht und der Speichervorgang selbst wirklich in Sekundenschnelle vonstatten geht, legen wir uns natürlich mit der fetten Sau an. Wenig später liegt der Held tot im Dreck. Toll, das hätten wir besser wissen müssen, schliesslich sind uns die Wildschweine aus Gothic 3 noch in unangenehmer Erinnerung. Tatsächlich sehen wir anfangs auch gegen die Risen-Keiler kein Land. Was soll's, Schnellladetaste gedrückt und wenig später stehen wir wieder vor dem tödlichen Biest. Wir versprechen uns insgeheim, ihm später wieder einen Besuch abzustatten. Mit besserer Ausrüstung und einer höheren Stufe werden wir es ihm heimzahlen. Ein Vorhaben, das wir uns im Spielverlauf öfters vornehmen, denn auch in Risen gilt wieder: Ist ein Biest zu stark, haben wir in einem Areal noch nichts verloren und sollten später wiederkommen.

Das namenlose Grossmaul

Irgendwann treffen wir auf den Jäger Neil, der in einer Art Vorposten für die Banditen der Insel stationiert ist und uns dringend empfiehlt, im östlichen Hauptlager der Gesetzlosen vorbeizuschauen. Andernfalls drohe uns nämlich eine Zwangsrekrutierung der Inquisition, die vorübergehend das Hoheitsrecht auf der Insel innehat, bis die dunkle Gefahr gebannt ist. Letztlich würden wir als Ordenskrieger oder Magier wider Willen enden. Weil wir so freiheitsliebend sind, entscheiden wir uns dann auch fürs Banditenlager und lassen uns von Neil dorthin geleiten. Auf dem Weg zeigt er uns von Weitem eine der gefährlichen Ruinen, die sich überall auf der Insel aus dem Boden erhoben haben und neben Rieseninsekten auch noch schlimmeres Ungetier beherbergen. Mit dem Rat, uns möglichst von den Ruinen fernzuhalten, verabschiedet sich Neil am Eingang zum Banditenlager von uns. Nun sind wir wieder uns selbst überlassen.

Risen
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?

Daniel Boll

Risen


Risen


Risen


Risen


Daniel Boll am 26 Okt 2009 @ 01:21
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen