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Sinking Island: Review

  Personal Computer 

Nach dem enttäuschenden Paradise machte die Frage die Runde, wie einem erfahrenen Spieldesigner wie Benoît Sokal so etwas passieren konnte. Schliesslich konnte er zuvor mit Adventure-Perlen wie Syberia begeistern. Sein neuester Versuch nennt sich Sinking Island und schlägt in eine andere Richtung, nämlich in die der Krimi-Adventures. Ob Sokal zu alten Stärken zurückgefunden hat?

Mord ist sein Hobby

Die Insel Sagorah ist ein unwegsames Stück Land, dem ständige Unwetter zu schaffen machen. Umso ungewöhnlicher, dass der Milliardär Walter Jones dort ein gigantisches Hotelprojekt gestartet hat. Sowohl der leitende Architekt als auch enge Freunde und Verwandte des Schwerreichen rieten ihm von Beginn an von der Umsetzung ab. Unbeirrt aller Kritik von aussen liess Jones das Hotel dennoch bauen, musste das Projekt jedoch wegen rechtlicher Schwierigkeiten einstellen. An einem wie immer stürmischen Tag wird der rollstuhlfahrende Milliardär plötzlich tot am Fusse einer Klippe aufgefunden. Der kernige Inspektor Jack Norm wird auf den Fall angesetzt. Schnell stellt sich heraus, dass Walter Jones unnatürlich ums Leben kam. Elf verdächtige Personen stehen nun zwischen dem Ermittler und der Lösung des Mordfalles.

In altbekannter Manier steuert ihr Jack Norm mit der Maus durch die Schauplätze. Ein Linksklick führt diverse Aktionen aus, während ein Rechtsklick das Inventar öffnet. Die meiste Zeit werdet ihr mit Gesprächen verbringen und in einer speziellen Datenbank Indizien, Dialoge und Beweisstücke sichten und miteinander vergleichen. Der Mordfall selbst ist in Puzzle-Stücke unterteilt, die es nach und nach zu lösen gilt. Anfangs beschäftigt ihr euch mit der Frage, wer sich zum vermuteten Tatzeitpunkt an der Klippe befand. Chaotische Fussabdrücke und Reifenspuren deuten auf einen Kampf hin. Ein Mordmotiv hätten viele Inseleinwohner, etwa die einheimische Schönheit Baina, die wegen Walter Jones einen schweren Unfall hatte und seitdem stumm ist. Oder Verwandte des Milliardärs, die spielsüchtig und auf das Erbe scharf sind.

Ein Königreich für ein Taxi

Das Verhören von Verdächtigen und das Zusammenfügen von Hinweisen macht anfangs wirklich Laune. Vor allem, da schnell Fortschritte gemacht werden können. Nach wenigen Stunden artet die Verwaltung der Indizien aber in eine unübersichtliche, nervige Arbeit aus. Die Datenbank quillt geradezu über vor Dialogfetzen und Beweisstücken, der Überblick geht verloren. Erschwerend kommt die üble Lauferei hinzu. Ihr seid nämlich gezwungen, mit bestimmten Personen häufiger zu sprechen, sobald es neue Erkenntnisse gibt.

Sinking Island
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Daniel Boll

Sinking-Island


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Daniel Boll am 07 Nov 2007 @ 13:41
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