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Zurück in die Zukunft: Special

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Episode 4: Double Visions

Die Entwickler von Telltale Games haben Wort gehalten und mittlerweile die vierte Episode der Adventure-Staffel Back to the Future - The Game veröffentlicht. Wie gewohnt setzt auch das neueste Abenteuer genau dort an, wo die Geschichte in Episode 3 ihr Ende fand. Um euch also den Einstieg so deutlich wie möglich schildern zu können, greifen wir abermals auf einen kurzen Spoiler zurück.

Spoiler-Anfang
Im Rahmen der dritten Episode gelangten wir in ein alternatives Jahr 1986, in dem Hill Valley von First Citizen Brown und seiner Frau Edna als knallharter Polizeistaat geführt wurde. Zudem kam es zu einem Wiedersehen mit Martys Freundin Jennifer. Doch kurz nachdem wir Emmett Brown von seinem Fehler überzeugt hatten und alles nach einem Happy End aussah, schlug Edna zurück - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Zukunft (haha, welch Wortspiel) von Marty und Doc Brown war mehr als ungewiss.
Spoiler-Ende

Und genau an dieser Stelle setzt nun Episode 4: Double Visions an. Marty kommt in einer Arrestzelle zu sich und steht kurz davor, einer Gehirnwäsche unterzogen zu werden. Durch das grosse Panoramafenster erkennt er, dass genau dies gerade mit Doc Brown passiert, was jede Möglichkeit für weitere Zeitreisen zunichtemachen würde. Zu allem Überfluss wurde auch Martys Freundin Jennifer gefangen genommen, die bereits erste Anzeichen der geistigen Umstrukturierung zeigt. Marty muss sich selbst und Doc Brown befreien, ins Jahr 1931 zurückkehren und dort verhindern, dass der skurrile Wissenschaftler jemals mit Edna zusammenkommt. Eine schier unlösbare Aufgabe, wie es scheint.

Die düstere Seite des Spiels

Erinnert ihr euch noch, wie wir im Testbericht zur zweiten Episode von Back to the Future die Befürchtung geäussert haben, die vielen Zeitreisen könnten im schlimmsten Fall ein wirres Chaos von verworrenen Handlungsfäden erzeugen? Dieser Eindruck liess bei der dritten Episode etwas nach, um jetzt wieder vehement zurückzukehren. Die erneute Reise in das Jahr 1931 und die damit verbundene Konfrontation mit bereits bekannten Charakteren ist stellenweise schon etwas konfus. Es entstehen im Verlauf dieser Episoden sehr viele lose Handlungsfäden, so dass sich unwillkürlich die Frage stellt, wie Telltale Games diese zum Finale halbwegs sauber zusammenführen will Jetzt aber hat die Zeitmaschine sogar noch einen seltsamen Defekt, der das Zeitreisen unvorhersehbar macht. Die Entwickler und Skriptautoren bewegen sich somit auf verflixt dünnem Eis.

Dennoch gebührt ihnen auch diesmal ein Lob für die Erzählweise der Handlung. Zwar plätschert das Geschehen anfangs etwas gemächlich dahin, doch spätestens im letzten Drittel erwarten euch einige überraschende Wendungen und recht emotionale Momente. Dabei herrscht stellenweise eine ziemlich düstere Atmosphäre vor. Das Ende der Episode stimmt den Spieler sogar etwas melancholisch.

Spieltechnisch gibt es hingegen nicht viel Neues zu berichten. Die Rätsel befinden sich ungefähr auf dem Niveau der dritten Episode. Abgesehen von einer anfangs recht kniffligen Aufgabe in Doc Browns Labor, sind die Kopfnüsse jedoch wieder recht simpel gehalten. Die Steuerung ist diesmal einen Tick weniger hakelig, und der Wechsel der Schauplätze - von denen es nicht allzu viele gibt - ist gut ins Rätseldesign integriert. Grafisch und soundtechnisch bleibt ebenfalls alles auf dem gewohnten Niveau der vorherigen Episoden.

Back to the Future - Double Visions ist ein unterhaltsames Adventure-Häppchen, das gegenüber dem direkten Vorgänger etwas abflacht, aber viele Emotionen erzeugt. Es ist sehr spannend, ob Telltale Games die Handlungsfäden im Finale zu einem plausiblen Ende führt oder sich hoffnungslos im Wirrwarr der Zeitreisen verstrickt. Das Ende ist jedenfalls sehr ungewöhnlich und dürfte die heile Welt von so manchem Fan der Filmvorlage ins Wanken bringen.

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Andre Linken am 11 Jul 2011 @ 10:36
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