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Sound Blaster Recon3D PCIe: Hardware Test
Bekannter Hersteller, alter Markenname, neue Versprechungen: Creative will mit neuen Sound Blaster-Karten Marktanteile gutmachen. Aber Spieler hören besser den Klängen der Karte zu, anstatt den Marketingspezialisten.
Creative Sound Blaster Recon3D PCIe
Preis: ca. 100 Euro
Steckplatz: PCI-Express (1x)
Techn. Daten (Auszug):
24-Bit-A/D-Wandler (96 kHz)
24-Bit-D/A-Wandler (96 kHz für 5.1-Setup)
24-Bit-D/A-Wandler (192 kHz für Stereobetrieb)
Rauschabstand (20 kHz Tiefpassfilter, A-Wertung): Stereo 102 dB, Front/Rück: 102 dB, Mitte/Sub: 102 dB, Kopfhörer: 600 Ohm, 102 dB, 33 Ohm 102 dB.
Klirrfaktor/Rauschen bei 1 kHz: 0.001%.
Frequenzumfang (24-Bit/96 kHz Eingang): 10 Hz bis 46 kHz.
Frequenzumfang (24-Bit/192 kHz Eingang): 10 Hz bis 88 kHz (Stereo).
Für ambitionierte, sparsame Spieler, die popeligen Onboard-Sound etwas entgegensetzen wollen, bietet Creative eine Art Einsteigerlösung im Soundkartenbereich an. Mit der Sound Blaster Recon3D PCIe werden Spieler um knapp 100 Euro und einen freien PCIe-Slot ärmer gemacht. Derzeitig günstigster Marktpreis liegt bei etwas über 60 Euro. Hinsichtlich der vollmundigen Versprechungen von Creative, mit einem "revolutionären" und "umwerfenden 3D-Gaming-Sound" herkömmliche 5.1-Systeme "alt aussehen" zu lassen, ein günstiges Angebot. In optischer Hinsicht ist die Recon3D PCIe an der blauen Abdeckung des Sound Core3D-Audio-Vierkernprozessors erkennbar. Wer als Modder noch mehr visuelles Blingbling als mit dieser kompakten, internen Karte benötigt, greift zur etwas teureren Fatal1ty Professional mit aufwändigerer Abdeckung und rot leuchtendem Kern. In technischer Hinsicht unterscheidet sich diese Variante so gut wie gar nicht von der Recon3D PCIe. Man kann darüber streiten, wie viel Sinn es hat, interne Karten mit derartigen Abdeckungen zu versehen, die sich zwar auf den Preis auswirken, am Ende aber dennoch kopfüber und unscheinbar im Gehäuse hängen. Aber das ist ein anderes Thema.
Aus für X-Fi-LösungenDie Recon3D-Karten lösen praktisch die alte Generation von Creatives X-Fi-Karten ab. Was auch Zeit wird, denn die Verbreitung von Windows 7-Betriebssystemen und neueren Mainboards offenbarte den mangelhaften Support Creatives. Treiber wurden fehlerhaft, zu spät oder teilweise sogar gar nicht aktueller Hardware angepasst. Hardware-Entwickler ASUS kam die Rufschädigung seines Mitbewerbers zugute und machte mit seinen Xonar-Karten Marktanteile streitig.
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 Thomas Richter
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