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Diablo III: Special Rückblick auf die Serie
Mehr Komfort, mehr SpassDas eigentliche Spielerlebnis blieb zwar unverändert, doch einige Details liessen mehr Komfort zu. Endlich konnte man ständig rennen. Auffindbare Zaubersprüche gab es nicht mehr, dafür wurden diese wie Fertigkeiten behandelt. Und auch die Objekt- und Goldsammlungen im Dorf gab es nicht mehr, denn in einer Kiste konnte man seine Habseligkeiten nun bequem verstauen. Mit dem Horadrim-Würfel konnte man gefundene Edelsteine weiter verbessern und so aus drei schlechten Steinen einen besseren generieren. Und besonders wertvoll für leidgeprüfte Finger und Mäuse war die Dauerklickoption, wenn man die Taste gedrückthielt. Ständig Klicken für erneutes Zuschlagen oder das Abfeuern von Waffen entfiel glücklicherweise, was sich hauptsächlich in den Bossgefechten positiv bemerkbar machte.
Schon ein Jahr nach der Veröffentlichung kam mit Lord of Destruction eine erstklassige Erweiterung auf den Markt. Diesmal von Blizzard in Eigenproduktion hergestellt, war die Qualität des Add-ons auch würdig. Die eisigen Landschaften des Barbarenreiches sahen, auch aufgrund der nun höheren Auflösung von 800x600, richtig toll aus - man fühlte sich sofort wohl. Mit der Assassine und dem Druiden kamen gleich zwei weitere Klassen ins Spiel. Für langfristige Motivation war also gesorgt. Viele charakterspezifische Gegenstände feuerten die Sammelwut als auch die Tauschgeschäfte im Battle.net weiterhin an. Hatte man als Druide einen tollen Barbarenhelm gefunden, konnte man diesen nicht nutzen, sofern man nicht selbst auch noch einen Barbaren spielte. Doch man konnte ihn sehr wohl mit einem der Online-Barbaren im Netz tauschen oder gegen Gold verkaufen. In den meisten Fällen hatten diese Objekte nämlich tolle Boni für die Skills der jeweiligen Klasse zu bieten.
Die Faszination von Diablo II und Lord of Destruction liess auch nach Hunderten von Spielstunden kaum nach. Sicher, irgendwann dachte man sich, nun wäre es genug mit der Klickerei. Doch die CDs legte man dennoch nicht weit weg vom Rechner, und wenn man mal nichts zu tun hatte für eine Stunde, wurde schnell eine erneute Runde eingelegt. Dummerweise wurde daraus dann wieder ein abendfüllendes Erlebnis. Aber gerade das machte ja die Stärke der beiden Diablo Spiele aus, dieses ständige Verlangen nach noch besserer Ausrüstung, nach besseren Charaktereigenschaften und nach mehr Optionsvielfalt im Kampf.
Gab es überhaupt Kritikpunkte am zweiten Teil? Ja, natürlich gab es die! So war der Einstieg ins Spiel nach dem Bildschirmtod erheblich leichter, da die Leiche des Helden nach dem erneuten Spielstart direkt im Dorf herumlag und nicht mehr mit viel Mühe geborgen werden musste. Das liess das Ableben etwas weniger bedrohlich wirken, als es noch im ersten Teil der Fall war. Zwar lebten dann alle Monster in den zu bewältigenden Abschnitten wieder, doch war die Bergung der Ausrüstung oft viel zu umständlich, da die Lauferei zum Tatort viel Zeit in Anspruch nahm und man sich zudem mit schwächerer Ausrüstung nicht sicher sein konnte, das Gefecht diesmal überhaupt zu bestehen. Und auch bei der Spielbalance schieden sich die Geister. Speziell nach der Installation der Erweiterung waren einige Charakterklassen hinsichtlich ihrer Fertigkeiten ordentlich geschwächt. Wer sich da verskillt hatte, wurde unweigerlich bestraft, ohne sich dagegen wehren zu können.
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