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Tales of Monkey Island: Special

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Lair of the Leviathan

Am Ende der zweiten Episode wird Guybrush samt Morgan LeFlay und Schiff von einer gigantischen Seekuh verschluckt. Game over? Nee, natürlich nicht. Offenbar lebt es sich in den Innereien des Ungeheuers nämlich gar nicht so übel. Der beste Beweis ist der verschollen geglaubte Schiffbrüchige De Cava, der seit geraumer Zeit in dem Viech lebt und an einer Fluchtmöglichkeit tüftelt. Selbst seine Crew, von der er eigentlich dachte, dass sie längst umgekommen sei, hat es sich im Magen gemütlich gemacht und lässt es sich inmitten von Goldschätzen gut gehen.

Guybrush will hier natürlich nicht seinen Lebensabend verbringen, schliesslich muss er immer noch La Esponja Grande finden, um sich und seine Ehefrau von der Pockenseuche zu befreien. Und das Artefakt befindet sich nun mal leider ausserhalb der Seekuh. Flucht heisst also die Devise, doch so einfach geht das natürlich nicht. So muss sich Guybrush im Lauf des Abenteuers durch Lymphdrüsenkanäle zwängen, erste Hilfe leisten und ein irrsinnig witziges Grimassenduell gewinnen. Ausserdem gibt es ein Wiedersehen mit einem ganz bestimmten Dickschädel, der erstmals in den neuen Episoden seinen unvergesslichen Auftritt hat. Geradezu köstlich sind auch die frechen Wortgefechte zwischen Guybrush und der niedlichen, aber toughen Kopfgeldjägerin Morgan, die heimlich für den Blondschopf schwärmt.

Die Aufgaben und Rätsel gehören definitiv zu den originellsten der ganze Reihe und sind im Vergleich zu den vorigen Episoden einen Tick schwieriger geraten, was wirklich zu begrüssen ist. Wenn ihr euch nicht gerade als Partnerberater betätigt, experimentiert ihr mit Voodooflüchen herum und schlüpft sogar kurzzeitig in die Haut einer anderen Person. Die Schauplätze, vor allem jene im Seeungeheuer, sehen klasse aus und sind eine willkommene Abwechslung zum bisherigen Inseleinerlei.

Fazit von Daniel Boll
Einfach grossartig, wie vollgestopft mit originellen Ideen diese dreistündige Episode ist. Alleine das Grimassenduell ist den Kauf wert - ich habe mehr als einmal herzlich gelacht. Überhaupt hebt sich Lair of the Leviathan wohltuend vom standardisierten Gegenstandsjonglieren ab. Selbst die Credits sind diesmal geradezu genial unterhaltsam geraten. Unterm Strich ist das also die bislang zwar kürzeste, aber dafür amüsanteste Episode. Von Anfang bis Ende ein Meisterwerk. Bleibt zu hoffen, dass künftige Teile mindestens auf diesem Niveau verbleiben werden.

Das Einzige, was ich bemängeln könnte, sind einige häufig auftretende Animationssequenzen, die nicht abbrechbar sind. Aber das ist angesichts der hohen Qualität in den anderen Bereich nun wirklich eine Lappalie.

Fazit von Patrik Nordsiek
Zu Beginn war ich ja noch ein wenig skeptisch. Die grafische Präsentation der Seekuhzunge und der Beginn im Allgemeinen wirken noch etwas angestaubt, doch sobald die Magengrube angesteuert wird, entwickelt sich ein rasantes Abenteuer mit Rätseln, die ihresgleichen suchen. Herrlich gelacht habe ich, erstaunlich oft gegrübelt und tolle Dialogkämpfe ausgefochten. Ohne Zweifel ist die dritte Episode der Tales of Monkey Island die bisher beste. Abgedreht, abwechslungsreich, fordernd und dank Morgan LeFlay auch emotional verwirrend. Wenn das Ende so episch wird, wie es hier angedeutet wird, wird das Gesamtwerk rückblickend nahtlos an den hervorragenden dritten Teil anknüpfen können.

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Daniel Boll am 19 Dez 2009 @ 05:43
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