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Haze: Preview

  Playstation 3 

Shane Carpenter ist einer dieser tapferen Terroristenbekämpfer der Mantel Corporation. Überzeugt, das Richtige zu tun, will er die Bevölkerung Südamerikas von der Bestie in Menschengestalt Marino befreien. Als plötzlich die Nectar-Zufuhr empfindlich gestört wird, muss Carpenter immer häufiger auf den Stoff verzichten. Ein Entzug ist die Konsequenz, an deren Ende die Erkenntnis steht, dass die Dinge nicht ganz so sind, wie sie scheinen. Mantel ist keinesfalls der barmherzige Konzern, für den Shane ihn hält - und Skincoat Marino ist nicht der Brutalo-Terrorist, der die gebeutelte südamerikanische Bevölkerung unterjochen will. Kurzerhand wechselt Shane die Seiten und kämpft mit den Rebellen auf der Seite der Wahrheit.

Präsentierte sich der Shooter letztes Jahr auf der Leipziger Games Convention noch mit wenigen nebulösen Bildausschnitten und einem eher soliden Szenario, legt das Actionspektakel jetzt noch einen ganzen Zahn zu. Neben einem an Crysis erinnernden Inselidyll kämpft man sich durch viele verschiedene Orte. Optische Abwechslung ist mittlerweile Trumpf geworden. Haze schreitet somit souverän aus dem Schatten von Cryteks Vorzeigespiel heraus. Die Futuristik zeigt sich zwar noch in den modernen Kampfanzügen, Spezialfähigkeiten werden aber nur über das Nectar gesteuert - und die sind weitaus unspektakulärer als Superkraft oder Unsichtbarkeit.

Haze


Rein optisch hat man die Texturen noch einmal aufpoliert. Zerborstene Palmen sahen wir hier zwar nicht, aber in den hoch dosierten Actionsequenzen fliegen schon eine ganze Menge verschiedene Gegenstände umher. Experimente geht Free Radical aber mit Haze auch nicht ein. Kampfeinsätze im Squad liefern eine Menge Raum für Taktiken, der Gebrauch von Fahrzeugen gibt einigen Passagen eine gehörige Portion Rasanz und der Einsatz von Nectar lässt den Spieler den einen oder anderen Vorteil geniessen. Aber wirklich neue Wege abseits des Genres werden nicht eingeschlagen. Das war scheinbar auch gar nicht die Intention der Entwickler. So konzentrierten sie sich lieber darauf, einen First-Person-Spektakel mit einer guten Story zu entwerfen.

Im Mehrspielermodus können bis zu 16 Spieler Deathmatches, Team-Deathmatches und andere Modi ausprobieren. In storybasierten Assault-Maps werden sogar einige Begebenheiten beleuchtet, die im Singleplayer-Modus nur am Rande auftauchen. Dort klären sich Fragen auf, wie die Explosionsschäden auf dem Flugzeugträger nach der ersten Mission. Was hat sich in der Zwischenzeit dort ereignet? Hat das vielleicht mit der Gefährlichkeit des Nectars zu tun? Ein kleines technische Wunder ist den Programmierern ebenfalls noch gelungen: Haze streamt unentwegt Daten, während man spielt. Einmal installiert, braucht man für die gesamte Spieldauer keinen Ladebildschirm mehr ertragen. Und das sind immerhin etwa zwölf Stunden, in denen man alles über die wahre Bösartigkeit der Mantel-Corporation herausfindet.

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Martin Weber am 04 Mai 2008 @ 09:36
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