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DOOM: Review

  Playstation 4 

Videospielserien, die eine lange Historie haben und auch heute noch mit neuen Teilen bedacht werden, werden von den Fans nicht selten mit Argwohn beäugt, wenngleich auch eine nicht zu unterschätzende Vorfreude zum Vorschein tritt. Das gilt wohl sicher auch für die Anhänger des Arena-Shooters DOOM, der quasi als Vorreiter in diesem Genre gilt. Nach langem Warten ist die Serie mit einem neuen Sprössling zurück und versucht dabei, alte wie neue Spieler zu überzeugen. Wir haben uns die Dämonenhatz angeschaut.

Dämonisches Abenteuer

Ein steinerner Sarkophag, ein mäßig beleuchteter Raum und eine verschlossene Tür. Das sind erst einmal die Zutaten, die einem beim Start der Kampagne begegnen. Warum man dort eingesperrt ist und was gerade eigentlich los ist, erfährt man erst nach und nach. So viel sei aber gesagt: Wie gehabt sind es keine Aliens, Zombies oder anderes Getier, das einem da das Leben schwer macht, sondern die Ausgeburt der Hölle. Irgendjemand versucht nämlich wieder einmal, das Ende der Menschheit heraufzubeschwören , weshalb erneut überall fiese Dämonen ihr Unwesen treiben. Doch dass das so nicht mit dem Hauptcharakter von DOOM läuft, sollte jedem klar sein, weshalb man sich als Spieler mit genügend Waffengewalt aufmacht, um die Hölle wieder genau dorthin zu befördern, wo sie hingehört. Eigentlich schon genug der Handlung für solch einen Shooter, weshalb man nicht allzu viel Tiefe erwarten darf. Die will DOOM nämlich gar nicht erst vorgaukeln und springt lieber gleich zur Action, denn die ist es, was diese Serie ausmacht.

Und mit Action wird tatsächlich nicht gegeizt. Schnell werden einem die ersten Spielmechaniken beigebracht, die sich nicht nur auf das einfache Schießen mit bereits bekannten Waffen beschränken. Die Glory Kills etwa kommen gleich zu Beginn als wichtiger Bestandteil des Spielprinzips hinzu. Hat man einen Feind bis zu einem gewissen Punkt geschwächt, leuchtet dieser auf und man kann ihm mit einem gekonnten Nahkampfangriff den Rest geben. Was danach folgt, ist eine durchaus blutige Animation, die immer mal wieder variiert, auch wenn man sich hier ein paar mehr Abwandlungen gewünscht hätte. Dennoch wird gleich zu Beginn klar, dass auch der neueste DOOM-Teil keineswegs mit Blut- und Splatter-Elementen hinter dem Berg hält. Wer hiermit Probleme hat, ist ganz und gar falsch bei diesem Spiel.

DOOM

Ansonsten ist DOOM auf den ersten Blick ein typischer Shooter, der viele alte Elemente mit neuen mischt. Es ist zum Beispiel für heutige Verhältnisse zum Teil befremdlich, wenn erst alle Gegner aus dem Weg geräumt werden müssen, bis der Weg zum nächsten Areal frei wird. Das kann schon mal ziemlich eintönig werden, was auch an der geringen Anzahl der Gegnertypen liegt. Allerdings muss man DOOM die wirklich umfangreich und komplex gestalteten Levels zugutehalten. Das sorgt einerseits dafür, dass man wirklich eine Weile braucht, um auch den letzten Dämon zu finden, und andererseits, dass entdeckungsfreudige Spieler voll auf ihre Kosten kommen. Die Entwickler haben nämlich unglaublich viele Extras in den weitläufigen Arealen versteckt, um einen gewissen Anreiz für das Durchforsten zu geben. Allerdings neigt man auch dazu, sich teilweise in den Arealen zu verlaufen, was dann auch mal zu Frust führen kann.

Modern gehalten sind die angepassten RPG-Elemente, die man heutzutage in sehr vielen Genrevertretern findet. So kann der Charakter auch in DOOM nach und nach verbessert werden, was zum einen über die Waffen funktioniert, aber auch über den Kampfanzug. Die Waffen werden mit der Zeit durch zu findende Drohnen mit speziellen Sekundärteilen ausgestattet, und durch spezielle Punkte lassen sich dann noch die Eigenschafften des Schießwerkzeugs optimieren. Ähnlich schaut es da auch mit dem Anzug aus, der später mit mehr Gesundheits- oder Rüstungspunkte aufgewertet werden kann.

DOOM
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Daniel Dyba


Daniel Dyba am 20 Jun 2016 @ 12:47
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