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EA Sports UFC 2: Review

  Playstation 4 

Mit dem zweiten Teil der zu EA Sports gewanderten UFC-Reihe beweisen die Entwickler eindrucksvoll, dass sie den Vorgänger in puncto Umfang, Präsentation, Atmosphäre und Komplexität noch einmal übertreffen konnten. Wir sind mit dem neuesten Ableger der MMA-Reihe ins Octagon gestiegen und zeigen euch, wo UFC 2 so richtig glänzt und warum einer bestimmten Spielergruppe trotzdem so richtig die Fresse poliert wird.

Ins kalte Wasser

UFC 2 beginnt spektakulär inszeniert mit einer Ingame-Zwischensequenz, die den Co-Main-Event von UFC 189 aus dem Jahr 2015 nachstellt. Damals kämpften der amtierende Weltergewichts-Champion Robbie Lawler und Rory MacDonald um das Titelgold. Der Herausforderer dominierte dabei die ersten vier Runden des Kampfes, so dass klar war, dass der strauchelnde Champion seinen Gegner in der letzten Runde zwingend auf die Bretter schicken musste, um den Titel zu behalten. Denn nach den Punktrichtern wäre MacDonald zweifelsfrei neuer Champion geworden. Und genau hier wechselt das Spiel von der spektakulären Cutscene in das tatsächliche Spiel und gibt uns, sozusagen als Pseudotutorial, die Kontrolle über den vermeintlich geschlagenen Champion. In der fünften und letzten Runde erklärt uns das Spiel dabei mit Einblendungen ganz oberflächlich die grobe Bedienung, und ganz nebenbei schicken wir Rory MacDonald mit einem knallharten Schlag auf die Matte und bleiben Champion.

Wow, was für ein sensationell inszenierter Einstieg in das Spiel. Er wäre zweifellos noch perfekter gewesen, hätte das Spiel in der Sekunde, in der wir die Kontrolle erhalten, nicht automatisch auf den deutschen Ingame-Kommentar umgeschaltet. Denn der löste bei uns beinahe einen Brechreiz aus, zumal die gesamte Sequenz zuvor vom amerikanischen Kommentatoren-Duo Joe Rogan und Mike Goldberg Gänsehaut erzeugend vertont wurde. Schade drum, das trübt die ansonsten erstklassigen ersten Spielminuten doch gewaltig. Immerhin lässt sich der Kommentar im Optionsmenü hinterher ganz schnell wieder auf Englisch umstellen.


Illustere Gestalten

Wer dachte, ein 97 Kämpfer umfassender Roster – so viele waren es im Vorgänger – wäre schon groß, der darf sich bei UFC 2 auf weit über 200 aktive, inaktive oder noch nicht aktive Kämpfer freuen. Moment, noch nicht aktiv? Richtig, in der realen Welt trainiert CM Punk noch fleißig für sein MMA-Debüt, ins Spiel hat es das ehemalige Aushängeschild der Wrestling-Liga WWE aber bereits geschafft. Zu MMA-Legenden wie Bas Rutten oder Wanderlei Silva gesellen sich außerdem prominente Bonuskämpfer wie Mike Tyson und Bruce Lee – letzteren erhalten Besitzer des ersten Teils übrigens kostenlos freigeschaltet.

Auch wenn sich im achteckigen Ring der UFC zwei Athleten gegenüberstehen und sich mächtig auf die Zwölf geben, so ist UFC 2 doch absolut kein arcadiges Prügelspiel in Street-Fighter-Manier, sondern eine knallharte und brutal komplexe Simulation. Vom stehenden Kampf mit brutalen Kicks, harten Punches und heftigen Kniestößen über den Kampf im Clinch bis hin zum Grappling-Duell am Boden mit zahlreichen Halte- und Aufgabegriffen verlangt euch das komplexe Kampfsystem von UFC 2 so einiges ab. Kein Wunder also, dass sich die drei bis fünf Runden langen Kämpfe stellenweise extrem taktisch und strategisch spielen und ihr das Gefühl bekommt, Schach mit euren Fäusten zu spielen. Auch die Ausdauerleiste gilt es dabei immer im Blick zu haben. Wer sich schon in Runde 1 richtig auspowert oder mit seinen starken Aktionen nur die Luft erwischt, weil der Gegner immer ausweicht, der gewinnt in den späteren Runden keinen Blumentopf mehr. Gleiches gilt im Übrigen für Fans des Buttonmashings. Freunde, das wird nichts.

EA Sports UFC 2
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Tobias Kuehnlein

Tobias Kuehnlein am 30 Mrz 2016 @ 16:17
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