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God Eater 2: Review

  Playstation 4 

Ihr seid Fans von Monster Hunter und ärgert euch, dass Capcoms Viecher nur auf Nintendo-Konsolen wüten? Ihr hättet eine Herzenslust, endlich mal wieder auf den Putz zu hauen? Allein oder mit Freunden? Bock, zu grinden? Dann wäre God Eater 2 euer Spiel. Irgendwie.

Zu Beginn des Tests eine gute Nachricht: Kauft ihr God Eater 2: Rage Burst, liegt der Vorgänger God Eater: Resurrection als Download-Code bei. Kundenfreundlich! Nüchtern betrachtet ist das aber eine günstige Content-Erweiterung, auf die wir noch eingehen werden. Und überhaupt: Ein grafisches Feuerwerk, das eure PlayStation 4 bis ans Limit ausreizt, solltet ihr nicht erwarten. Im Wesentlichen basiert God Eater 2: Rage Burst auf dem 2013 erschienenen Handheld-Original auf PlayStation Vita, gute Animekost wird euch trotzdem vorgesetzt.

Monster Hunter in anders

Die erinnert zwar auch an Monster Hunter, bietet von der Hintergrundgeschichte her aber einen ordentlichen Kontrast zum Capcom-Franchise. Während ihr dort vornehmlich damit beschäftigt seid, irgendwelche Dörfer vor riesigen Viechern zu retten, kämpft ihr in God Eater im postapokalyptischen Japan um euer Überleben. Natürlich seid ihr als Recke auch hier dazu abgestellt, Monster – genannt Aragami – zu vernichten, nebenbei zeigen sich die Zwistigkeiten der Überlebenden in stereotypen Unterhaltungen und Story-Wendepunkten. Klischeebeladene Figuren, teils am Rande der Grenzdebilität, verlangen euch einiges an Momenten des peinlichsten Fremdschämens ab. Zudem: Loyalität, Freundschaft, Ehre – die Motive sind altbekannt, die Präsentation – zu großen Teilen in Textblöcken – altbacken. Seinen Handheld-Ursprung kann God Eater nicht verbergen. Hierzu gehört das Erbe von Texttutorials mit kurzen Erklärvideos. Das reicht anfangs, um euch einen Überblick zu verschaffen, geht jedoch kaum in die tiefe, lässt viele Fragen offen und euch mit einem Gedanken zurück: Wäre es so schwer gewesen, zentrale Spielelemente in den ersten Missionen nochmals einzublenden?



Steht ihr solche kleinen Negativaspekte durch, werdet ihr mit einem zugänglichen Kampfsystem belohnt, das die besten Elemente des Monster-Hunter-Systems "ausborgt" und durch flinke Charaktere sowie Anleihen bekannter Musou-Games wie Hyrule Warriors oder die Dynasty-Spiele ergänzt. Heißt: Ihr kämpft nicht gegen hunderte oder tausende Gegner auf einem schier unüberschaubaren Schlachtfeld, sondern nehmt euch bis zu ein dutzend Gegner vor, die größer und ausdauernder sind als das Kleinvieh der Monster-Hunter-Spiele. Diese dann allein zu Fall zu bringen, ist kaum möglich, weshalb ihr auf treue Mitstreiter vertraut. Gesteuert werden diese von anderen Spielern oder – die meiste Zeit – von der KI. Die stellt sich klug an, teilt ordentlich aus, verteidigt und nutzt auch Kombo-Angriffe.

God Eater 2
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Daniel Wendorf

Daniel Wendorf am 08 Okt 2016 @ 09:30
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