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LEGO Jurassic World: Review

  Playstation 4 

Steven Spielbergs Filmmeisterwerk rund um einen von Dinosauriern bevölkerten Freizeitpark geht mit Jurassic World bereits in die vierte Runde. Waren die Dinos vor gut 22 Jahren auf Zelluloid zu bestaunen, und auf den 16-Bit-Heimkonsolen nur ansatzweise hübsch, spendiert das Studio Traveller's Tales dem neuesten Kino-Auswurf mit LEGO Jurassic World erstmals eine Versoftung, die der Vorlage mehr als gerecht wird.

Dinos hoch vier

Entgegen dem Titel finden sich in LEGO Jurassic World nicht nur Levels und Aufgaben, welche sich am aktuellen Streifen entlanghangeln. Stattdessen beginnt ihr mit der Entladung des Velociraptors im ersten Film, helft Dr. Alan Grant und seiner Freundin Dr. Ellie Sattler beim Buddeln nach Dinoknochen in der Wüste oder feiert mit Ian Malcom die Chaostheorie, während sich John Hammond zunächst noch über seinen Park freut, der aber alsbald zum Albtraum wird. Im zweiten Teil schlüpft ihr vor allem in die Rolle des Chaostheoretikers Dr. Malcolm, der sich final durch Los Angeles kämpft, um einen wildgewordenen T-Rex wieder einzufangen. Und im – schwachen – dritten Teil sucht ihr nach Überlebenden eines Flugzeugabsturzes, während die Jurassic-World-Missionen euch durch den letztlich realisierten und prosperierenden Park schicken.

Riesiger Umfang

An Umfang mangelt es LEGO Jurassic World also nicht, doch leidet darunter nicht auch die Qualität? Davon könnte man zunächst ausgehen; ein Blick auf die letzten Titel der Reihe reicht: Marvel Super Heroes, Batman 3, Der Hobbit oder das Spiel zum LEGO-Film. Sie alle waren solide, aber weit entfernt von dem Charme, den die einstigen Kassenschlager rund um die Star-Wars-Hexalogie versprühten. Abgesehen davon hat sich die Formel aus fordernden Hüpfpassagen, Steinesammeln und Finden bestimmter Bauteile für spezielle LEGO-Sets nur in Nuancen geändert. Viele neuere LEGO-Titel bekamen offenere Levels spendiert, der Zwei-Spieler-Modus wurde mit einem Splitscreen versehen, und (zu allem Überfluss) konnten die dänischen Kultfiguren reden. All das findet sich auch in LEGO Jurassic World wieder – nur mit dem Unterschied, dass die Liebe zur Vorlage und zum Detail an jeder Ecke spürbar ist.

Hommage an die Klassiker

So wird der Altersfreigabe entsprechend kein LEGO-Männchen vom Saurier gefressen, und auch die zur Fütterung des Velociraptors in Teil 1 herabbaumelnde Kuh findet einen höchst kreativen Weg aus ihrer Misere – was die Entwickler alternativ an Gags und Situationskomik abfeiern, ist kein Klamauk, vielmehr eine tiefe Verbeugung vor den Originalen. Diese Verbeugung wird schon im animierten Startbildschirm zur Hommage, wenn ein Velociraptor auf (Wortspiel!) einem motorisierten Velo einem Schwein hinterherjagt oder Steven Spielberg höchstpersönlich vor dem 3D-Kino des Parks umherwandelt. Während die Kids sich an den Albernheiten erfreuen, schmunzeln Kenner und Nostalgiker.

Nicht nur bei der Präsentation tat sich einiges, auch spielerisch knüpft LEGO Jurassic World an alte Serienqualitäten an. So sind die meisten der Hüpfpassagen tatsächlich herausfordernd, statt frustrierend, schwenkt die Kamera nicht willkürlich umher, und die Kollisionsabfrage ist nicht fehlerbehaftet wie zuletzt. Während dies noch recht solide ist und trotz der Feinarbeit an ein Super Mario 3D World nicht heranreicht, gleicht die Gestaltung des Splitscreens noch immer einer Katastrophe. Der Grund ist jener, dass das Bild weder vertikal noch horizontal getrennt wird, sondern durch eine variable Linie, die ständig umherwandert und so die Spielausschnitte teils derart beschneidet, dass die Übersicht leidet und euer LEGO-Männchen gut und gerne mal dem nächsten Gegner unbedarft in die Klauen rennt oder im Abgrund verschwindet.

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Daniel Wendorf

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Daniel Wendorf am 17 Jul 2015 @ 14:31
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