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Mighty No. 9: Review

  Playstation 4 

Langes Warten ist man im Bereich der Videospiele hinlänglich gewohnt. Auch im Falle des Titels Mighty No. 9 mussten die Unterstützer des Projekts einen langen Atem beweisen. Doch all das Warten hat kürzlich ein Ende gefunden, denn das retrophile Hüpfabenteuer ist für diverse Systeme in die Läden gekommen. Vorab gab es sowohl positive als auch negative Stimmen, weshalb sich nun letztlich die Frage stellt, ob sich die Geduld der Fans ausgezahlt hat.

Aus alt wird kaum neu

Die Entwicklung von Videospielen ist in der heutigen Zeit nicht nur kompliziert, sondern oftmals auch verdammt teuer. Kein Wunder, dass Publisher genau abwägen, welches Risiko sie eingehen wollen. Das ist für die Kreativität nicht unbedingt immer förderlich, aber inzwischen gibt es auch Plattformen wie etwa Kickstarter, die Projekte ermöglichen, die sonst wohl nie das Licht der Welt erblickt hätten. Das ist toll, aber die Entwickler haben eine große Verantwortung, denn schließlich leisten die Unterstützer einen großen Vertrauensvorschuss.

So war das seinerzeit auch bei der Kampagne zu Mighty No. 9. Das Projekt hat eine unglaublich große Anzahl an Unterstützern um sich geschart und letztlich eine Rekordsumme von über 4 Millionen US-Dollar einsammeln können. Für Außenstehende sicherlich unverständlich, doch Kenner haben gleich den Namen von Keiji Inafune erspäht, der schon für die Mega-Man-Serie verantwortlich zeichnete. Genau darum geht es auch bei Mighty No. 9. Die Macher haben damals versprochen, Mega Man in ein neues Gewand zu stecken und die Spielmechanik damit in die heutige Zeit zu katapultieren.

Mighty No. 9

Zunächst einmal mussten die Fans aber lange auf Mighty No. 9 warten, denn das Projekt wurde immer wieder verschoben. Doch nun ist der Titel endlich da und kommt sogleich mit einem relativ bekannten Szenario daher. Die Namen wurden zwar geändert, doch wird hier schnell klar, dass man sich an die Grundpfeiler der Handlung des Originals gehalten hat. So schlüpft man in diesem Abenteuer in die Rolle des Roboters Beck. Er ist wahrlich nicht der einzige Blechmann mit solch besonderen Fähigkeiten, wie er sie hat. Acht weitere Recken sind seiner Baureihe entsprungen. Doch wurde ein fieses Virus verbreitet, das die anderen Mitstreiter infiziert hat. Sie sind damit quasi böse geworden und treiben in den insgesamt acht Kapiteln ihr Unwesen.

Daher muss Beck, der von dem Virus verschont wurde, losziehen, um seine Kameraden zu retten. Die Geschichte ist zwar nicht sonderlich spannend, aber vermutlich hat niemand im Kontext dieses Spiels eine ernstzunehmende Handlung erwartet. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Macher zumindest mit der Inszenierung des roten Fadens etwas mehr Mühe hätten geben können. Die Gespräche werden lediglich in statischen Dialogfeldern dargestellt, was überaus langweilig wirkt. Ohnehin laden die Gespräche dazu ein, übersprungen zu werden. Mighty No. 9 versucht einfach viel zu häufig, zwanghaft cool zu wirken. Der Humor kann aber nur selten zünden. Dabei lässt man immer wieder Anspielungen auf andere Spiele vom Stapel, darunter eine Szene, in der ein Bossgegner über SubZero redet und dabei Eisgeschosse verschießt. Die Sprüche bleiben allerdings derart platt, dass lediglich ein Schmunzeln übrig bleibt.

Mighty No. 9
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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 21 Jul 2016 @ 18:40
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