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Mirror's Edge Catalyst: Review

  Playstation 4 

Die stylische Protagonistin Faith ist mit ihrem frischen Abenteuer Mirror's Edge Catalyst zurück in den Fokus der Spieler gerückt. Natürlich hopst die gute Dame immer noch über Hochhausschluchten und muss sich wieder einmal eines viel zu ungerechten und selbstzerstörerischen Systems annehmen. Ob das im neuen Teil ein wenig besser klappt als noch im Erstling, haben wir im Rahmen unseres Tests geklärt.

Jugendsünden

Mirror's Edge hatte seinerzeit durchaus Potenzial, zu polarisieren. Schließlich wurde etwas völlig Neues im Bereich der Hüpf- und Geschicklichkeitsspiele geboten. Ein Titel, der die aufkeimende Parkour-Sportart aufgreift und in einen modernen Videospielkontext setzt. Leider sind nicht alle Ambitionen aufgegangen, und der erste Serienteil blieb nicht von Kritik verschont. Kein Wunder, dass Electronic Arts lange mit sich haderte, ob ein Nachfolger überhaupt lohnenswert wäre. Die Stimmen der Fans wurden jedoch immer lauter, und zur Freude der Anhänger ist nun nach langem Warten Mirror's Edge Catalyst in die Regale der Händler gekommen.

Protagonistin Faith ist immer noch an Bord, und zum Start darf man das junge Fräulein geradewegs durch ein Gefängnis steuern, das sie in den nächsten Minuten nach einer ordentlichen Haftzeit verlassen darf. Wie genau sie in diese Situation gelangen konnte, erfährt der Spieler leider nicht. Dazu muss man den zur Serie passenden Comic erstehen, der die Hintergründe näher beleuchtet. Wichtig für den Verlauf der Handlung von Mirror's Edge Catalyst sind diese Informationen ohnehin nicht. Faith verschwendet nämlich keine Zeit, wieder in ihre alten Muster zu verfallen, um als Runnerin zu arbeiten. Noch nicht einmal aus dem Gefängnis raus, wird sie von einem Kollegen abgeholt, der sie sogleich auch von ihrem Überwachungssystem befreit.

Mirror's Edge Catalyst

Damit begibt sich Faith sogleich in die Illegalität und wird damit abermals zu einer gesuchten Person. Davon völlig unbeeindruckt geht es nach ein paar Bewegungsübungen zum Einstimmen direkt ins Hauptquartier ihrer Organisation. Dort angekommen gilt es natürlich, erste Aufträge zu bestreiten, um das Konglomerat, das die fiktive Stadt Glass regiert, zu unterlaufen, zu schwächen und dabei die unwissenden Bevölkerungsschichten von der Wahrheit zu überzeugen. Die Wahrheit ist natürlich, dass dieses System nur für sich selbst handelt und die Menschen unterjocht. Das war bereits im Erstling so und hat sich während der Haftstrafe von Faith keineswegs geändert. Schade ist aber, dass man die Handlung nur mäßig transportieren kann. Die Macher versuchen, ihre Figuren zwanghaft cool zu halten und scheitern genau damit. Eine Portion Humor hätte der pseudoernsten Stimmung durchaus gutgetan, denn es bleibt einfach wenig Raum, um wirklich mit den Figuren mitzufiebern.

Dass die Stimmung ihren Siedepunkt nie wirklich erreicht, ist aber ohnehin ein allgemeines Problem von Mirror's Edge Catalyst. Das liegt zum Teil auch an der allgemeinen Gestaltung des Videospiels. Das Drumherum wirkt zwar gewollt steril, doch haben es die Macher manchmal ein wenig mit diesem Element übertrieben. Blickt man von den Dächern herab, sieht man lediglich generische Fahrzeuge auf den Straßen, die durch uninspirierte Umgebungen düsen. Ein Blick durch die Fenster der Hochhäuser offenbart kaum mehr Leben. Oft sieht man Personen in leeren Zimmern stehen oder wie sie steif am Gestikulieren sind. Das wirkt insgesamt eher unfreiwillig komisch, als dass dadurch eine Großstadt inszeniert würde.

Mirror's Edge Catalyst
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 23 Jun 2016 @ 12:21
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