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MotoGP 15: Review

  Playstation 4 

Was ist eigentlich das Wichtigste an einer Motorradsimulation? Hohe Geschwindigkeiten, dicke Motorräder oder detailgetreue Strecken? Das richtige Feeling! Die Sorge, die entscheidende Zehntelsekunde zu spät gebremst zu haben und dadurch wertvolle Zeit in einem scheppernden Ausflug ins Kiesbett zu vergeuden, sollte bei jedem Bike-Bändiger omnipräsent sein. Milestone, ein italienisches Studio, bereitet euch mit MotoGP 15 ein forderndes und ebenso zugängliches Rennspielerlebnis. Überzeugt der ambitionierte Entwickler diesmal mehr als mit der Vorjahresversion MotoGP 14?

Ich will der Allerberste sein!

Herzstück von MotoGP 15 ist der zuvor von Milestone hoch angepriesene Karrieremodus. Bevor es mit der Karriere allerdings wirklich losgeht, erstellt ihr euren Fahrer. Der dafür vorgesehene Baukasten bietet leider weder viele Freiheiten noch besonders ansprechende Vorlagen. Ist die Auswahl getroffen, beginnt der zugegeben etwas trockene Karriereeinstieg: Als Freshman versucht ihr in Wildcard-Rennen eines der unzähligen Teams auf euch aufmerksam zu machen oder einen Sponsorenvertrag für das unterste Rennklassement Moto3 zu ergattern. Ein Sponsor ermöglicht euch via Finanzspritze die Gründung eines eigenen Teams, und zwar mit allem Drum und Dran – Teamname, Logo, Motorrad und sogar dessen Lackierung können frei nach euren Vorstellungen gestaltet werden. Meist ist der Einstieg in eines der offiziellen Teams zu Beginn jedoch sinnvoller. Um den Karrieregedanken in euch zu verstärken, zwingt euch das Spiel Berge von unnötig langweiligem E-Mail-Verkehr auf, in dem sich irgendwelche Manager bedanken, Regeln erklärt werden oder um Zielerfüllung gebeten wird.

Für das Erreichen guter Platzierungen steigt eure Fahrerstufe und ihr erhaltet Motorradbekleidung, Fotos oder Videos, Credits sowie neue Fans. Die steigende Fanbeliebtheit bringt euch bessere Sponsoren für das eigene Team oder Zugang zu mit besseren Maschinen ausgestatteten Teams. Verdiente Credits können nach Belieben ins eigene Team reinvestiert werden, beispielsweise um eines der PS-stärkeren Bikes zu erstehen. Liefert ihr durchweg gute, wenn nicht sogar grossartige Leistungen, wird vielleicht noch vor dem Ende der ersten Karriere eines der Teams aus den höheren Klassements Moto2 oder der Königsklasse MotoGP auf euch aufmerksam. Das Umwerben höherklassiger Teams oder Sponsoren ist die einzige Aufstiegsoption in eine andere Rennserie.
Leider bietet die Karriere abseits der Rennstrecke recht wenig Langzeitmotivation. Sowohl spannende Geschichten und Duelle innerhalb eures Rennstalls als auch eine von Dramen und Rückschlägen gezeichnete Konkurrenz zu einem anderen Fahrer oder Team sucht man hier vergeblich. Lediglich ein paar öde, sich immer wiederholende Zwischensequenzen sind nach dem Ende eines Rennens zu sehen. Es wird sogar auf die typische Siegerehrung mit Treppchen, Pokal und verspritztem Schampus verzichtet – nicht einmal der Sieg der Weltmeisterschaft wird mit einer besonderen Zwischensequenz gewürdigt. Der Karrieremodus ist langweilig designt und motiviert, wenn überhaupt, nur für eine Saison.

MotoGP 15
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Patrick Recknagel

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Patrick Recknagel am 25 Jul 2015 @ 16:30
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