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Rory McIlroy PGA TOUR: Review

  Playstation 4 

Nachdem sich Tiger Woods in den Augen der Öffentlichkeit und damit auch von Electronic Arts alles andere als vorbildlich benommen und als Konsequenz aus dem Titel sowie vom Cover der PGA-Spiele verbannt wurde, hat der Publisher schon den nächsten Star am Haken. Der Golfprofi ist ohnehin im Formtief seiner Karriere. Mit Rory Mcllroy triumphiert nun ein echter Jungstar auf dem Cover: zwei PGA-Championships, eine Open Championship, ein US Open konnte der 26-Jährige bereits für sich entscheiden. Ob das neue Maskottchen gemeinsam mit der universell einsetzbaren Frostbite-3-Engine die seit 2013 in der Krise steckende Spieleserie aufs Neue beleben kann, erfahrt ihr nachfolgend.

Profi sein im Schnelldurchlauf

Herzstück von Rory Mcllroy PGA Tour sowie auch jedes anderen Einzelspiels ist der Karrieremodus – hier leider im gewissen Masse ein willkürliches Chaos. Während der laufenden Karriere wird euer Golfer von einem Turnierwochenende zum nächsten getrieben. Ganz nett eigentlich, wäre nicht jeder "Spieltag" stark verkürzt. Statt ganz klassisch 18 Loch zu spielen, geht euer Golfer lediglich vier- oder fünfmal in Abschlagposition – alle verbleibenden Löcher werden simuliert. Zugegeben: Wenn man etwas weniger Zeit hat, ist es eigentlich ganz nett, in einer halben Stunde ein komplettes Turnier abzuschliessen. Darüber hinaus bietet Electronic Arts jedoch keine Option, ein Golfwochenende in vollem Umfang zu geniessen. Stellt euch vor, am ersten Tag eines Wettkampfes spielt ihr die ersten vier Loch des Pinehurst-Golfplatzes und beendet den Kurs mit einem unter Par. Am zweiten Tag werdet ihr jedoch vollkommen willkürlich am elften Loch abgesetzt und beginnt erneut, vier Löcher zu spielen. Zuvor berechnet das Spiel allerdings scheinbar willkürlich eure aktuelle Turnierposition nach dem ersten Spieltag (zum Beispiel drei über Par) und natürlich die zu erwartende Punktzahl nach den Löchern 1 bis 10 des zweiten Tages. So kämpft ihr euch mit Skill und mit "Würfelglück" durch die vier Turniertage. Das Final entscheidet dann endgültig über eure Platzierung – allerdings ist es durchaus möglich, dass ihr nach drei grandiosen Durchläufen für den vierten Tag trotzdem nur auf 16. Position hinter den Golf-Superstars abgestellt werdet. Abgesehen von Platz oder Sponsor ist nicht immer ganz klar, worin sich die Wettkämpfe zum Beispiel in ihrem Stellenwert unterscheiden sollen. Fakt ist: am Ende eines Turniers hat man den Kurs mehr oder weniger einmal abgespielt, gewonnen oder verloren.

Rory McIlroy PGA TOUR

Bevor ihr allerdings in eine Karriere starten könnt, erstellt ihr euch euren persönlichen Golfer. In Sachen Charakter-Editor bleibt Rory Mcllroy PGA Tour weit hinter bekannten, sogar weit hinter älteren Titeln wie Tiger Woods PGA Tour 2004 zurück. Neben klaren Strukturen fehlt es dem Editor besonders an Optionen: Ihr könnt bei der Erstellung eures Spielers lediglich aus zwölf Gesichtsformen, Grösse und Muskelbau des Golfers wählen. Das meist nur bedingt ansehnliche Produkt der eigenen Kreativität lässt sich nun via Statistik-Boost dezent an den eigenen Spielstil anpassen – von Hand können die Attribute auf die unzähligen Kategorien (Abschlag, kurzes Putting etc.) allerdings nicht verteilt werden. Abschliessend dürft ihr euch noch neu einkleiden und dafür auf die stark eingeschränkte und wenig hübsche EA-Garderobe zurückgreifen.

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Patrick Recknagel

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Patrick Recknagel am 12 Aug 2015 @ 16:11
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