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Street Fighter V: Review

  Playstation 4 

Videospiele, die aus japanischen Gefilden kommen, sind auch hierzulande durchaus beliebt. Sicherlich kommen nicht jede abgedrehte Anime-Adaption und auch nicht jedes Rollenspiel im Westen auf den Markt, doch gibt es eine Menge Titel, die man sich inzwischen nicht mehr aus dem Spieleregal wegdenken kann. Dazu gehört in jedem Fall auch so manches Prügelspiel, wobei einem hier am ehesten die Street-Fighter-Serie in den Sinn kommt. Mit dem inzwischen fünften Hauptteil will Capcom den virtuellen Prügler abermals an die Fans herantragen und den Erfolg des Vorgängers wiederholen.

Ist weniger wirklich mehr?

Die Street-Fighter-Serie steht für das Genre der Beat 'em ups wie kaum ein anderer Titel. Das liegt zum einen sicherlich an der langen Historie der Serie, schließlich waren die ersten Teile schon auf den Arcade-Automaten verfügbar, die längst aus den Köpfen vieler Spieler verschwunden sind. Auf der anderen Seite versteht es aber auch kaum eine andere Reihe, so viel Tiefe in die Spielmechanik zu legen und damit eine besondere Motivation für fortgeschrittene Nutzer zu liefern. Das sind nur zwei Gründe, weshalb die Fans natürlich auch sehnlichst auf Street Fighter V gewartet haben. Nun ist der Titel endlich da und kommt in vielen Dingen mit einem überarbeiteten Konzept daher. Durchaus mutig, und damit wird sicher nicht jeder Anhänger mit dem neuesten Sprössling zum jetzigen Zeitpunkt sein Glück finden.

Der Vorgänger war noch davon geprägt, dass man nach einiger Zeit einfach einen neuen Ableger veröffentlicht und mit neuen Inhalten ein weiteres Mal zum Kauf gelockt hat. Genau dies will Street Fighter V umgehen. Ob man nicht doch irgendwann einen Super- oder Ultra-Teil erwarten kann, bleibt sicherlich abzuwarten, doch zum jetzigen Zeitpunkt vertritt Capcom die klare Linie, dass man den neuesten Teil als erweiterbare Plattform ansieht, die stetig mit Neuerungen ausgestattet werden soll. Das Besondere dabei: Die bislang angekündigten Erweiterungen sollen kostenlos auf die Spieler losgelassen werden.


Kostenlose Inhalte? Klingt doch eigentlich nicht schlecht. Es ist durchaus erfreulich, dass man hier nicht hinterher abkassieren möchte, doch die Kehrseite der Medaille besteht im Umfang des zum Startzeitpunkt ausgelieferten Spiels. Während Veteranen umfangreiche Kämpferriegen und verschiedene Modi gewohnt sind, begegnet einem bei Street Fighter V erst einmal ein durchaus überschaubares Ausmaß an Spielinhalten. Zum Start sind nämlich gerade einmal 16 Kämpfer verfügbar, die sich in 11 verschiedenen Arenen Kämpfe liefern. Immerhin hat man dabei nicht nur an altbekannte Gesichter wie Ken und Ryu gedacht. Natürlich sind die wichtigsten Recken wieder dabei, doch haben es auch einige neue Charaktere in den Kader geschafft. Da ist zum Beispiel die wendige Laura, die mit ihrer Beinarbeit und ihrem Faustkampf eine ausgewogene Mischung bietet. Oder aber F.A.N.G, der optisch ziemlich klischeehaft anmutet, aber spielerisch einige nette Manöver zu bieten hat.

Dennoch sind Anhänger des Street-Fighter-Universums einfach mehr gewohnt. Damit ist nach wie vor nicht der spielerische Tiefgang, sondern wie erwähnt der magere Umfang gemeint. Selbstverständliche Dinge wie einen Arcade-Modus hat man gestrichen. Möchte man also offline gegen einen Computergegner antreten, bleibt einem entweder die kurze Story, die jeder Charakter mitbringt, aber qualitativ nicht der Rede wert ist, oder aber der Survival-Modus, in dem man gleich gegen eine aufeinanderfolgende Reihe von Feinden antreten muss, um einen Highscore zu erzielen. Schade, dass man hier besonders für Solisten zum Start von Street Fighter V kaum Lockmittel bietet.

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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 22 Mrz 2016 @ 09:43
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