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Titanfall 2: Review

  Playstation 4 

Der Titel Titanfall aus dem Hause Electronic Arts war seinerzeit ein ziemlicher Überraschungserfolg. Kürzlich wurde eine Fortsetzung an den Mann gebracht, die einige Fehler des Vorgängers ausmerzen will. Wir haben uns mit den metallischen Kolossen auf das Schlachtfeld begeben, um zu klären, ob auch der neueste Teil zu einer wilden Ballerorgie einlädt.

Titan mit Persönlichkeit

Vor ein paar Jahren hat EA mit Titanfall eine gänzlich neue Marke hervorgebracht. Dabei richtete sich das Abenteuer vorrangig an Anhänger der Mehrspielerunterhaltung, denn einen richtigen Story-Part vermissten viele Spieler. Dies war einer der größten Kritikpunkte des Erstlings, den die Macher mit dem zweiten Teil nun definitiv ausbessern. So bietet Titanfall 2 eine vollständige Kampagne, die man als Solist zwar in recht kurzer Zeit abschließen kann, aber währenddessen mehr als ordentlich unterhalten wird.

In Sachen Handlung bleibt man den bisherigen Informationen rund um das Titanfall-Universum treu. Dabei begibt man sich in die Rolle eines einfachen Soldaten mit dem Namen Cooper, der einer wichtigen Rebellengruppe angehört. Die Rebellen befinden sich in einem unerbittlichen Krieg mit der IMC, die wiederum fremde Planeten ausbeutet und allerhand Schindluder betreibt. Cooper selbst träumt davon, einmal Pilot eines Titanen zu werden, und wie es der Zufall nun einmal will, übergibt sein Vorgesetzter bei seinem tragischen Tod die Kontrolle über seinen Titan an ihn. Trotz dieser unglücklichen Umstände gilt es aber weiterzumachen, denn Cooper kommt an wesentliche Informationen und seine Mission wird zunehmend wichtiger für die Rebellen.


Auch wenn dieser Einstieg ein wenig aufgesetzt wirkt, kommt die Story recht schnell in Fahrt. Überraschend gelungen ist dabei die Inszenierung des Titanen mit dem Namen BT, der nicht nur als stummer und metallischer Handlanger fungiert, sondern eine eigene Persönlichkeit mitbringt. Die oft ironische Art kommt gut an, und das Zusammenspiel zwischen Titan und Pilot wird damit ein wichtiger Bestandteil innerhalb des Plots. Die wenigen anderen Figuren bleiben eher blass, was vor allem auch für die Antagonisten gilt, die weder ihre Intentionen noch Charakterzüge wirklich zu vermitteln wissen. Nichtsdestoweniger bleibt die Kampagne letztlich auf einem soliden Level, was aber natürlich auch am Gameplay selbst liegt. Hier präsentiert sich Titanfall 2 vornehmlich als klassischer Shooter, in dem die Ballerorgien an erster Stelle stehen. Je nach Situation ist man entweder zu Fuß oder in seinem Titan unterwegs. Daher kommt es immer wieder zu unterschiedlichsten Gefechten, wobei einige Ballerabschnitte schon ein wenig zu ausgedehnt daherkommen.

Abwechslung gibt es glücklicherweise trotzdem. Zum einen sind da die verschiedenen Loadouts des Titanen, die nach und nach dazukommen. Dabei handelt es sich um verschiedene Ausrüstungsvariationen, zwischen denen man jederzeit wechseln kann. Sie haben alle ihre Vor- sowie Nachteile und sind letztlich von den eigenen Vorlieben abhängig. So kann man je nach Loadout zum Beispiel zielsuchende Raketen einsetzen oder einen Schild benutzen, der Schüsse absorbiert und zurückschleudert. Hier finden sich definitiv einige nette Ideen. Auf der anderen Seite wird die Abwechslung noch durch diverse Sprungabschnitte gesichert. Piloten sind nämlich mit speziellen Anzügen unterwegs, mit denen man an Wänden entlanglaufen und Doppelsprünge vollbringen kann. Beide Varianten werden einen in unwegsamen Gebieten nicht selten abverlangt, sodass man auch ein wenig Geschicklichkeit mitbringen muss.

Titanfall 2
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 23 Nov 2016 @ 21:53
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