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TrackMania Turbo: Review

  Playstation 4 

Genau 13 Jahre ist es mittlerweile schon her, dass das allererste TrackMania-Spiel für den Computer erschien und mit seinem simplen, aber süchtig machenden Spielprinzip vom Start weg unzählige Spieler faszinierte. Seitdem sind viele Jahre ins Land gegangen und TrackMania erfuhr viele Nachfolger und Ableger, beispielsweise TrackMania Sunrise, TrackMania Nations oder den offiziellen Nachfolger TrackMania 2. Mit TrackMania Turbo steht jetzt der neueste Ableger der Serie in den Startlöchern und macht gleich eine Sache anders, als die Vorgänger: Er erscheint nämlich neben dem PC auch für die PlayStation 4 und die Xbox One. Wir haben uns ins Cockpit gequetscht und sind mit der PS4-Version auf Medaillenjagd gegangen.

Es kommt nicht auf die Länge an

TrackMania-Veteranen werden sich auch bei TrackMania Turbo sofort heimisch fühlen, denn das Grundkonzept, das seit weit über einem Jahrzehnt funktioniert, wurde auch für den neuesten Teil der Serie kaum verändert. In der Solokampagne geht ihr auf exakt 200 Strecken auf die Jagd nach Bestzeiten. Je nachdem, wie gut ihr fahrt, könnt ihr die Gold-, Silber- oder Bronzemedaille einheimsen und damit im Spielverlauf die schwierigen Rennserien freischalten. Macht ihr einen Fahrfehler oder fliegt ihr bei den atemberaubenden Geschwindigkeiten jenseits der 400 Kilometer pro Stunde von der Strecke, könnt ihr das Rennen per Knopfdruck ohne auch nur eine winzige Ladepause sofort neu starten. Das ist deshalb wunderbar frustfrei, weil der Großteil der Strecken im Spiel kaum länger als eine Minute ist. In der Kürze liegt auch bei TrackMania Turbo die Würze.

Neu ist, dass ihr ein Jokersystem verwenden könnt, wenn ihr beispielsweise auch nach mehreren Versuchen nicht die Goldmedaille erreicht. Stattdessen könnt ihr, sofern ihr den Kurs schon mehrmals mit Silber abgeschlossen habt, eine bestimmte Anzahl an Silbermedaillen in eine Goldmedaille umwandeln. Dabei gilt aber: Ihr dürft nur Silbermedaillen einlösen, die ihr auf eben jener Strecke gesammelt habt. Es geht also nicht, eine einfache Strecke zwanzig Mal mit Silber abzuschließen und diese Medaillen dann für eine schwere Strecke einzulösen. Ganz so einfach macht man es euch dann doch nicht. Das Gleiche könnt ihr übrigens auch mit Bronzemedaillen machen, um die Silbermedaille zu erhaschen. Gerade in den späteren Rennserien werden die genial-kreativ designten Kurse mitunter so fies, dass ihr euch vermutlich schon über Bronze tierisch freuen werdet. Aufgrund der guten Lernkurve und der kurzen Strecken bleibt es aber auch hier relativ frustfrei.

TrackMania Turbo

Fallen lassen!

Beim Streckendesign haben sich die Entwickler wieder richtig Mühe gegeben. Immer wenn ihr denkt, ihr habt die abgefahrenste Strecke bereits gesehen, setzen die Streckenbauer noch einen drauf. Die 200 Kurse, die ihr grundsätzlich immer gegen einen Medaillen-Ghost fahrt, teilen sich neben den fünf Schwierigkeitsstufen auch in vier unterschiedliche Umgebungen auf. Drei davon kennen TrackMania-Spieler bereits, nämlich die Umgebungen Canyon, Valley und Stadium. Neu ist die Rollercoaster Lagoon, ein Areal mit grünen Wiesen, steilen Felsen und spektakulären, teils der Schwerkraft trotzenden, achterbahnartigen Strecken. In jedem der vier Schauplätze fahrt ihr ein anderes Auto, das sich auch grundsätzlich anders steuert. Während das Stock Car auf den Canyon-Kursen zum ausgedehnten Driften einlädt, brechen der Rallye-Bolide im Valley und der Buggy in der Lagoon extrem schnell aus und reagieren sehr empfindlich auf jede kleine Lenkbewegung. Auch der Wechsel des Untergrundes wirkt sich spürbar auf das Fahrverhalten aus, so dass ihr immer Acht geben müsst, wenn ihr zum Beispiel von Asphalt auf Sand oder Erde wechselt.

Optisch könnt ihr die Fahrzeuge nach Belieben verändern und Aufkleber oder neue Lackierungen anbringen. Ein Leistungs-Tuning gibt es nicht; es werden keine Unterschiede gemacht, wie schnell ein Auto fährt oder wie schnell es beschleunigt. Vor allem für den Mehrspielermodus heißt das: absolute Chancengleichheit. Es kommt einzig und allein auf das Können des Fahrers an.

Auf vielen Strecken werdet ihr am Start übrigens von einem Helikopter abgeworfen, so dass ihr mit hoher Geschwindigkeit auf der Strecke aufsetzt. Spielerisch ist das kaum relevant, aber es ist ein netter Gag zum Start des Rennens. Selten hat der Begriff "fliegender Start" so zugetroffen, wie in diesem Spiel.

TrackMania Turbo
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Tobias Kuehnlein

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TMT

Tobias Kuehnlein am 11 Apr 2016 @ 18:19
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