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Mass Effect 2: Review

  Playstation 3 

Aller Anfang ist schwer - aber auch hübsch

Bevor man sich allerdings so richtig ins Science-Fiction-Getümmel stürzen darf, bekommt man erst einmal die Meldung vorgesetzt, dass das Spiel auf der Festplatte installiert werden müsse. Kurz auf der Rückseite der Verpackung nachgesehen, wird dies auch prompt bestätigt. Satte 5,3 GB Speicherplatz wollte uns das Spiel auf der Festplatte belegen. Bei uns sah die Zusammensetzung folgendermassen aus: Exakt 4927 MB Spieldaten und das 676 MB schwere Cerberus-Paket. Nach rund 30 bis 40 Minuten war der Spuk allerdings vorbei und wir durften uns endlich wieder in das gigantische Mass Effect-Universum begeben.

Dort angekommen, stellten wir tatsächlich die eine oder andere grafische Verbesserung gegenüber der Xbox 360-Version fest. Eigentlich kein Wunder, wenn man bedenkt, dass das PS3-Mass Effect 2 bereits auf der Engine von Teil 3 läuft. Gänzlich rund läuft das Spiel aber auch auf der Sony-Konsole nicht. Ohne Zweifel, einige Texturen wirken definitiv schärfer und auch etwas detaillierter und der Grossteil des Spiels läuft auch bemerkenswert flüssig. Stärkere, den Spielspass aber nicht trübende Ruckler konnten wir jedoch beispielsweise in der Kasumi-Zusatzmission feststellen. Auch kam es einige wenige Male vor, dass dem Sprecher eines Dialogs die letzten zwei bis drei Wörter wohl im Halse stecken geblieben sein müssen. Wir möchten an dieser Stelle aber nicht unbemerkt lassen, dass wir gerade auf höchstem Niveau meckern, denn der Umfang ist dermassen gross und die Dialoge so zahlreich, dass dies der Suche nach der goldenen Nadel in einem Heuhaufen gleicht. Gefunden haben wir sie aber!

Entschädigt wird man dafür allerdings mit einigen der schönsten virtuellen und ausserplanetarischen Panoramen der Videospielgeschichte. Malerische Sonnenuntergänge, beeindruckende Wolkenkratzersilhouetten in bester Blade Runner- oder Star Wars-Manier und grossbusige weibliche (und ausserirdische) Wesen. Der letzte Punkt entspricht natürlich in ausdrücklicher Form nur der subjektiven Meinung des für diesen Text verantwortlichen Redakteurs.

Lässt sich gut steuern

Lob verdienen sich die Entwickler von BioWare auch für die Anpassung der Steuerung an den DualShock 3-Controller. Shepard, der Hauptcharakter des Spiels, lässt sich genauso gelungen steuern wie in der Xbox 360-Version. Kenner dieser Fassung fühlen sich auch auf der Sony-Konsole sofort wohl. Es wurde allerdings nicht nur Gutes übernommen, sondern auch weniger Gutes verbessert. Allen voran das extrem lahme Planeten-Scanning, welches jetzt deutlich flotter von der Hand geht. Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass die Schiffs-VI EDI, die ansonsten immer den einen oder anderen Spruch auf Lager hat, beim Abschuss einer Sonde etwas redseliger daherkommt. Schon nach dem zweiten gescannten Planeten nerven die ewig gleichen "Sonde gestartet!"-Einzeiler.

Aber auch das lässt sich verschmerzen, schliesslich macht das Planetenscannen nicht den Hauptteil des Spiels aus, sondern wird gelegentlich am Rande einer Mission durchgeführt. Unnötig ist die Suche nach Bodenschätzen wie Platin oder Iridium allerdings nicht, denn ohne die wertvollen Edelmetalle müsst ihr wohl oder übel auf wichtige Schiffs- und Waffen-Upgrades verzichten. Etwas schade ist, dass an den Ladezeiten allem Anschein nach nicht gearbeitet wurde. Auch auf der PlayStation 3 und trotz Installation muss mit längeren Wartezeiten gerechnet werden, will man beispielsweise zwischen den verschiedenen Decks der Normandy wechseln.

Mass Effect 2
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Andy Wyss am 23 Jan 2011 @ 00:27
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