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Tales of Berseria: Review

  Playstation 4 

Die Tales-of-Reihe existiert seit nunmehr über 20 Jahren und versorgt seitdem Rollenspielfans in selbstverständlicher Regelmäßigkeit und nur geringfügig schwankender Qualität mit neuen fantasievollen Abenteuern – so auch in diesem Jahr. Nachdem wir vor knapp zwei Jahren in Tales of Zestiria noch mit Hirte Sorey motiviert und voller Tatendrang die Menschheit vor dem Bösen bewahrt haben, dürfen wir im neu erschienenen 16. Teil der Serie eine ganz andere Perspektive einnehmen, die uns jedoch nicht weniger begeistert und angetrieben hat.

Scharlachrote Nacht

In Tales of Berseria übernehmen wir die Kontrolle über eine engagierte und fleißige junge Frau namens Velvet, die gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Laphicet und ihrem Schwager Arthur, der für sie gleichzeitig eine Mentorenrolle einnimmt, in einem kleinen Dorf im Wald lebt und dort friedlich ihr Tagewerk verrichtet. Doch der Frieden ruht nur innerhalb der Dorfmauern und ist selbst dort auf bröckeligem Fundament erbaut, denn die Bewohner der Spielwelt sind von einer Bedrohung in Form einer Krankheit namens Dämonenpest umgeben. Sie sorgt dafür, dass die Menschen sich plötzlich in rasende Kreaturen verwandeln, die nichts als Tod und Verwüstung hinterlassen.

Auch Velvets große Schwester, Arthurs Ehefrau, ist mitsamt ihres ungeborenen Kindes vor einigen Jahren, während einer sogenannten Scharlachroten Nacht, in welcher sich der Mond blutrot verfärbt, wütenden Dämonen zum Opfer gefallen. Seitdem übernimmt Velvet liebe- und aufopferungsvoll alle familiären Aufgaben und kümmert sich vor allem von ganzem Herzen um ihren kleinen Bruder Laphicet, der aufgrund von Krankheit und Schwäche viel Zeit bettlägerig zu Hause verbringen muss. Doch als sich der Himmel nach einigen Jahren abermals rot färbt, zerbricht auch das ihr noch verbliebene Familienidyll vollständig. Denn sie muss hilflos mit ansehen, wie Arthur ihren kleinen Bruder für ein Ritual opfert (dessen Zweck wir an dieser Stelle nicht verraten wollen).

https://www.youtube.com/watch?v=Wz1PxoQcMug

Bei dem Versuch, in blinder Verzweiflung ihren kleinen Bruder zu retten, gerät Velvet in das Ritual und verwandelt sich daraufhin selbst in eine dämonische Kreatur. Sogar in eine ganze besondere Form: Velvet wird zu einem Therion, einem Wesen, welches andere Dämonen verschlingen und deren Kraft und Bosheit in sich aufnehmen kann. Nach dieser schicksalshaften Nacht fristet Velvet ihr Dasein in einer Gefängniszelle und ernährt sich drei Jahre lang von mitgefangenen Dämonen und ihrem Hass auf Arthur. Mit unerwarteter Hilfe gelingt ihr der Ausbruch aus dem Gefängnis, und Velvets Rachefeldzug beginnt.

Hiermit dürfte der bereits angedeutete Perspektivwechsel klar sein, denn in Tales of Berseria schlüpfen wir in völlig ungewohnter Manier in die Rolle der "Bösen" und ziehen ungeachtet jeglicher Moral und Rücksichtnahme, selbstsüchtig und (fast) ausschließlich dem Rachemotiv folgend, gegen die "Guten" ins Feld – und das macht richtig Laune. Das liegt natürlich nicht ausschließlich an diesem überraschend erfrischenden Umstand.

Tales of Berseria
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Jessica Rehse

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Jessica Rehse am 10 Feb 2017 @ 20:10
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