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Final Fantasy XV: Review

  Playstation 4 

Im Jahre 2006 ursprünglich als Final Fantasy Versus XIII für die PlayStation 3 angekündigt, ist nach einem langen Entwicklungskrimi inklusive Umbenennung und mehrerer Richtungswechsel das lang ersehnte Final Fantasy XV auf der aktuellen Konsolengeneration erschienen. Doch nicht nur die lange Entwicklungszeit zeichnet den aktuellsten Ableger der beliebten und traditionsreichen Rollenspielreihe aus, sondern auch die Aussicht auf ein ganz neues Spielgefühl. Kaum ein Spiel hat uns mit seinen Änderungen und Neuerungen so genervt und gleichzeitig bezaubert wie Final Fantasy XV. Erfahrt in unserem Test, was wir damit meinen.

Das Abenteuer ruft

In Final Fantasy XV schlüpfen wir in die Rolle des jungen Prinzen Noctis, welcher von seinem Vater, König Regis, in die Nachbarregion geschickt wird, um dort seine Verlobte zu treffen und zu ehelichen, während er selbst in der Hauptstadt bleibt, um einen Friedensvertrag mit dem kriegerischen Niflheim-Imperium zu schließen. Die Sterne stehen also gut, als Noctis mit seinen drei engsten Vertrauten Ignis, Gladiolus und Prompto in das Auto seines Vaters steigt und sich auf den Weg zu seiner eigenen Hochzeit macht. Natürlich läuft die Reise alles andere als reibungslos, und das Gespann findet sich schnell in einem abenteuerlichen Roadtrip wieder.

Gleich zu Spielbeginn offenbart sich die auffälligste und wohl auch wichtigste Neuerung des aktuellen Serienablegers: die gigantische und völlig frei begehbare Spielwelt. Nachdem wir nach Spieleinstieg mit unseren Kumpels mühsam unser Gefährt, den Regalia, in die nächste Autowerkstatt geschoben und eine saftige Rechnung dafür erhalten haben, steht es uns absolut frei, wie wir das Spiel angehen wollen. So beginnen wir beispielsweise mit ersten Jagdaufträgen, werden für Botengänge eingespannt oder sollen Besorgungen machen – und ehe wir uns versehen, ist unser Questlog mit unzähligen kleinen Nebenaufgaben gefüllt, und auch der Drang, der Hauptgeschichte zu folgen, verliert sich in der riesigen Spielwelt und verwandelt sich vielmehr in Erkundungsdrang.

https://www.youtube.com/watch?v=SZymd6r4wGg

Bei der Spielwelt weiß der Titel richtig aufzutrumpfen. Erst einmal ist sie so groß, dass es gefühlt unmöglich erscheint, sie zu Fuß zu durchqueren (und der Regalia, der uns persönlich zuvor noch ein ziemlicher Dorn im Auge war, damit seine uneingeschränkte Daseinsberechtigung erhält). Des Weiteren sieht sie hervorragend aus und bietet eine Fülle an Landschaften und Merkmalen in wundervoller Optik und mit hohem Detailgrad, die zum Erkunden regelrecht einladen. Besonders hervorzuheben ist dabei die enorme Weitsicht. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man beispielsweise am Horizont und in weiter Ferne zum ersten Mal den Vulkan Ravatogha erblickt und man unzählige Spielstunden später tatsächlich an dessen Fuße steht und sich überlegt, wie man ihn wohl nun am geschicktesten erklimmen kann.

Doch die enorme Größe der Welt kann auch gleichzeitig als Makel empfunden werden, denn entsprechend den Dimensionen verläuft sich auch das Spielgefühl mitunter etwas. Anders als zum Beispiel in der Welt eines TES V: Skyrim, stolpert man in Final Fantasy XV nicht gefühlt alle paar Meter über eine neue Stadt oder einen neuen Dungeon, die sofort begeh- und erforschbar sind. Natürlich gibt es in FF XV auch unzählige Ortschaften zu entdecken, die sich jedoch im Kern sehr ähneln und halt immer Möglichkeit zum Rasten, Essen, Tanken und Annehmen von Jagdaufträgen bieten. Mit vielen Orten, die man unterwegs mitunter schon entdeckt, kann man oftmals auch erst sinnvoll interagieren, wenn man bereits die entsprechende Quest im Log stehen hat, was den Entdeckerdrang durchaus etwas bremsen kann – ein Glück kommt man in der Welt aber genug herum, dass sich dieses Gefühl schnell wieder verliert.

Zwischen der Erforschung muss daher aber auch viel Fahrzeit mit dem Regalia (oder wahlweise natürlich auch Wegzeit zu Fuß oder Chocobo) eingeplant werden, in welcher man mitunter mehrere Minuten einfach nur unterwegs ist. Die Fahrt wird zwar durch ein tolles und umfangreiches "Final-Fantasy-Radio" mit unzähligen Titeln aus dem Final-Fantasy-Universum aufgelockert, doch es ist gut möglich, dass manch ein Spieler aufgrund dieser Spielmechanik einen langen Atem bekommt. Später bekommt man zwar auch die Möglichkeit, gegen etwas Spritgeld sofort zum Ziel zu gelangen, leider sind die Ladezeiten aber so massiv, dass man getrost darauf verzichten kann, denn die zu durchfahrende Landschaft ist viel angenehmer anzusehen, als der Ladebildschirm.

Final Fantasy XV
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Jessica Rehse


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Jessica Rehse am 02 Jan 2017 @ 16:22
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