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The Orange Box: Review

  Playstation 3 

Team Fortress 2

Die Mutter aller team- und aufgabenbasierten Multiplayer-Shooter, zumindest auf dem PC, ist zurück. Schon kurz nach der Veröffentlichung von Team Fortress sollte ein zweiter Teil erscheinen, damals noch im realistischen Militär- und Counter-Strike-Look. Doch die Entwickler haben sich anders entschieden, liessen das Projekt längere Zeit ruhen, um es dann komplett neu gestaltet in der Orange Box zu verkaufen. Weg vom Realismus, es lebe der abgedrehte Comic-Look!

Wer bereits die zahlreichen Charaktervideos gesehen hat, der weiss, welchen Stil das Multiplayergame eingeschlagen hat. Auf insgesamt sechs unterschiedlichen Maps, die allesamt in irgendwelchen verlassenen Industrieanlagen spielen, können sich zwei Teams mit jeweils bis zu acht Teilnehmern pro Team so richtig austoben. Die Missionsziele sind zwar einfach, aber originell ausgewählt. Entweder müsst ihr Schlüsselpositionen in einer bestimmten Reihenfolge erobern und diese vor den Feinden verteidigen, oder aber im Capture the Flag-Modus geheime Dokumente aus der feindlichen Basis stibitzen und die brisanten Informationen (Secret Intelligence) möglichst unentdeckt in die eigene Basis einschleusen.

Ganze neun Charakterklassen warten nur darauf, von euch ausprobiert zu werden. Insgesamt gibt es drei Kategorien, in welche sich die einzelnen Klassen einordnen lassen: Angriff, Verteidigung und Support. In die Abteilung Angriff lassen sich die ganz harten Kerle von Team Fortress 2 einteilen, als da wären der Scout, der Soldier und der Pyro. Während sich der Scout hauptsächlich durch seine Laufgeschwindigkeit auszeichnet, setzt der Soldier ganz und gar auf seinen Raketenwerfer, mit dem er Breschen in die Verteidigungslinie des Feindes schlagen kann. Der Pyro ist ein Meister des Nahkampfs und sorgt mit seinem Flammenwerfer für feurige Momente.

Meister ihres Fachs in Sachen Verteidigung sind der Demoman, der Engineer und der Heavy Weapons Guy. Mit einem Lächeln auf dem Mund versetzt Letzterer die gesamte Belegschaft in Angst und Schrecken, wenn er mit seiner Minigun alles niedermetzelt, was sich ihm nähert. Doch Achtung, der Munitionsvorrat geht recht schnell zur Neige, so dass er jede vom Gegner fallengelassene Waffe aufsammeln sollte, um seinen Munitionsvorrat aufzustocken. Kollege Demoman verfügt über explodierende Granaten, die er wie Minen auf jedem beliebigen Gegenstand anbringen kann. Per Klick gibt es eine gewaltige Explosion. Ein nicht zu verachtender Charakter ist der Engineer, der, bewaffnet mit einer Schrotflinte, einer Pistole und einem Schraubenschlüssel, Gefechtstürme, Teleporter und Versorgungsstationen errichten kann. Gut platzierte, in Stufen ausbaubare Gefechtstürme halten Gegner auf Abstand, während sich die eigenen Leute mit einem Teleporter unter Umständen direkt in die feindliche Basis beamen können. An Versorgungsstationen wird nicht nur die Lebensenergie regeneriert, sondern auch der Munitions- und Baumaterialvorrat aufgefüllt.

The Orange Box


Wer lieber als Supporter seine Teamkameraden in der Schlacht unterstützt, der kann aus ebenfalls drei verschiedenen Charakteren wählen. Als da wären der Medic, der Sniper und der Spy. Die Kombination Heavy Weapons Guy und Medic kann schlichtweg als Dream-Team bezeichnet werden: Während Ersterer mit seiner Minigun alles niedermäht, versorgt ihn der Doc mittels Strahlenkanone mit einem konstanten Nachschub an Lebensenergie. Mit der Zeit lädt sich die Wumme des Medics auf. Sobald die höchste Stufe erreicht ist, kann er einen "Übercharge" aktivieren, damit sind er und sein Ziel für kurze Zeit unverwundbar.

Der Sniper eignet sich hervorragend, um gezielt einzelne Gegner mit nur einem Schuss niederzustrecken. Versteckt auf einer erhöhten Plattform, ist er der Schrecken eines jeden Spielers. Sollte ihm dann allerdings doch einmal jemand zu Nahe treten, kann er sich mit einem MG oder einer Machete blitzschnell verteidigen. Der letzte Charakter ist der hinterhältige Spy, der in die Klamotten der Feinde schlüpfen kann. Getarnt als Angehöriger des anderen Teams, schleicht er sich in feindliche Stellungen und schaltet mit einem Sapper Gefechtstürme und andere Bauten aus. Bewaffnet mit einem Messer, könnt ihr als Spy einen Gegner mit nur einem Treffer in den Rücken töten! Doch Achtung: Sobald ihr eine Waffe benutzt, verliert ihr eure Tarnung.

Technik

Während Episode Two & Co. eher auf Realismus abzielen, hat Valve für Team Fortress 2 den bereits erwähnten 1950er Jahre-Comic-Look aus der Kiste gezogen; eine gute Entscheidung. Die Charaktere könnten nicht abgedrehter aussehen, zudem hat jeder den einen oder anderen coolen Spruch und die dazu passende Animation auf Lager. Nach jedem tödlichen Treffer, der euch niederstreckt, zoomt die Kamera auf denjenigen, der euch in die ewigen Jagdgründe geschickt hat. Für einen kurzen Augenblick verstummt der Sound, das Bild friert ein. Ein schaurig-schöner Anblick, wenn euer Feind noch über euren Tod lacht. Die US- und die UK-Versionen von Team Fortress 2 kommen extrem blutig daher, bei Treffern fliegen auch schon mal Körperteile wie Arme, Beine oder Köpfe blutbefleckt durch die Gegend. Die deutsche Version ist an dieser Stelle entsprechend gekürzt, die Playstation 3-Fassung gar noch etwas stärker als die PC- und Xbox 360-Versionen.

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Daniel Amstutz am 07 Feb 2008 @ 21:59
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