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PlayStation VR: Hardware Special

  Playstation 4 

Wenn neue und zugleich innovative Hardware veröffentlicht wird, liegen Neugier und Skepsis meist nahe beieinander. Das trifft zweifelsohne auch auf Sonys neuestes Prestigeprojekt PlayStation VR zu. Die virtuelle Realität soll damit Einzug ins heimische Wohnzimmer halten. Sony preist dabei eine nie dagewesene Immersion an. Große Worte, die dank dem Erscheinen der VR-Brille nun auch auf den Prüfstand gestellt werden können.

Wertige Verarbeitung

In der Videospielbranche gibt es immer wieder Trends. Gerade im Bereich der heimischen Konsolenunterhaltung kommen und gehen sie, wobei sich nur wenige Ideen über die Jahre gehalten haben. Nehme man da doch die Bewegungssteuerung, der man bereits bei EyeToy auf der PlayStation begegnete. Was damals mäßig geklappt hatte, konnte der Nintendo Wii dagegen unglaubliche Erfolge bescheren. Eine Generation weiter fuchteln aber nur noch wenige Spieler mit dem Controller vor dem TV herum. Konventionelle Spielemechaniken sind eben immer noch an der Macht, und wirkliche Veränderungen sind nach wie vor kaum zu erkennen.

Die Anhänger der virtuellen Realität wollen jedoch alles anders machen. Vor allem wollen sie aber im Gegensatz zu den Vorläufern dieser Idee nicht scheitern. Der Virtual Boy von Nintendo hat seinerzeit bereits gezeigt, wie man es nicht macht. Eine klobige Brille, die roten Pixelbrei darstellte, wollte damals wirklich niemand haben. Doch seitdem sind viele Jahre vergangen, und in Zeiten hochauflösender Texturen und optischer Meisterwerke rückt die Idee der virtuellen Realität wieder zusehends in den Blickpunkt. Doch ist VR erneut ein Trend, der bald wieder in der Versenkung verschwinden wird? Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten, und letztlich wird die Zeit zeigen, ob sich die Technologie durchsetzen wird. Dafür spricht zumindest, dass gleich mehrere führende Hersteller mit entsprechenden Produkten auf den Markt preschen. Doch während HTC Vive und Oculus Rift eben auch einen Hardware-hungrigen Rechner erfordern, macht es Sony mit der PlayStation VR einfacher. Einstecken und losspielen eben.

PlayStation VR

Für die Technologie selbst ist das natürlich ein wichtiger Punkt. Die PlayStation 4 hat eine breite Hardware-Basis, und so kommt VR erstmals auch an Leute heran, die zuvor nichts mit dem Thema zu tun hatten. Seit dem 13. Oktober dieses Jahres ist die PlayStation VR zu haben, und wer sich den Spaß leisten möchte, muss etwa 400 Euro auf die Ladentheke legen. Dafür bekommt man ein recht großes Paket, das neben der Brille, allen nötigen Kabeln und der Prozessoreinheit ebenfalls noch Kopfhörer, eine physische Demo-CD sowie ein Putztuch beinhaltet. Damit man PlayStation VR aber überhaupt nutzen kann, benötigt man neben der PlayStation 4 selbst auch noch die PlayStation Camera. Ob man nun die neueste Version für knapp 60 Euro ersteht oder die alte Fassung nutzt, ist dabei völlig egal. Um die Immersion noch ein wenig zu intensivieren, empfiehlt es sich zudem, zwei Move-Controller anzuschaffen, die dann die Bewegungen der Arme beziehungsweise Hände im Spiel nachahmen. Der normale Controller kann aber ebenfalls verwendet werden.

Das Auspacken ist für Fans wie immer ein kleines Erlebnis, und das Highlight, die Brille, verbirgt sich gut geschützt am Boden der Kiste. Beim ersten Anfassen fällt zwar sofort das viele Plastik auf, doch ist das vor allem der Tatsache geschuldet, dass man möglichst wenig Gewicht mit an Bord haben möchte. Beim genaueren Hinsehen wirkt die Peripherie durchaus wertig. Mittels Knopfdruck kann man die Brille dank eines Zahnradmechanismus weitziehen, sodass man sie ohne Probleme aufsetzen kann. Ein Stellrad macht den Sitz noch enger, und mit einem weiteren Knopf wird der Bildschirm an das Gesicht angepasst. Das geht alles ziemlich intuitiv und erfordert nur wenig Übung. Selbst Brillenträger haben keinerlei Probleme und hauen sich das Visier nicht vor den Latz. Die VR-Brille selbst hat eine angenehme Gewichtsverteilung und wird sogar bei längeren Sessions nicht schwer oder unangenehm auf dem Kopf. Jedoch kann es schon mal zu der einen oder anderen Schwitzattacke kommen, und ebenso hinterlässt die Brille auch gerne ein paar Abdrücke auf der Stirn.

PlayStation VR
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Daniel Dyba

 
Daniel Dyba am 20 Okt 2016 @ 10:33
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