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Lord of Arcana: Review

  Playstation Portable 

Monster Hunter Light

Dafür ist der Einstieg ins Geschehen unkompliziert gelungen. Innerhalb weniger Minuten wird uns die Spielmechanik verklickert, blinkende Textrahmen weisen auf relevante Elemente hin. Erfreulich auch, dass das Fantasy-Abenteuer mit einer beschaulichen Tastenbelegung auskommt. Jeder Knopf hat seine Daseinsberechtigung, die Bedienung geht aber flott in Fleisch und Blut über. Lord of Arcana ist demnach schnell erlernt und präsentiert sich unkomplizierter als etwa Monster Hunter - Freedom, was besonders Genreneulingen zugutekommt.

Leichtere Kost impliziert aber auch immer einen Nachteil: Irgendwo wird etwas weggelassen. Daher verwundert es auch nicht, dass Lord of Arcana mühsam durch die wuchtigen Fussstapfen seines Vorbilds humpelt. Es bietet zwar einerseits durchaus geräumige Areale und schärft aufgrund versteckter Extras sowie Materialien unser wachsames Auge. Andererseits war's das auch schon. Kein Angeln, kein Buddeln, kein Erzschürfen. Selbst das Crafting wurde ordentlich entschlackt. So wissen wir mit unseren diversen Materalien hinsichtlich des überschaubaren Schmiedeangebotes wenig anzufangen. Was nützen all die unterschiedlichen Klunker, wenn wir nichts Schmuckes daraus basteln können? Schmieröl, Bernstein und Lederfetzen versauern daher während der ersten Spielstunden in unserem Dorfdepot.

Apropos Dorf: Dreh- und Angelpunkt unserer Reise ist ein Kleinod der Welt Horodyn, wo wir Quests annehmen und verschiedene Händler ihre Ware feilbieten. Das Örtchen ist jedoch so mickrig wie eine Briefmarkenstadt und übernimmt allein die Funktion des Warenhandels. Drumherum erstreckt sich ein üppiges Wäldchen. Vielleicht ist das der Grund, warum sich die die ersten Missionen - die stets an einer Art Tresen abgeholt werden, wie ein Ticket am U-Bahn-Schalter - in denselben Umgebungen abspielen. So motivierend das Stufensystem mit seinen Magie- und Waffen-Skills auch sein mag: Ständig durch Baumwipfel zu lugen, verliert schon beim dritten Mal an Reiz. Hinzu kommt, dass es den Arealen an Besonderheiten fehlt. Selten weicht die Levelarchitektur von ihrem Schlauchdesign ab, Sehenswürdigkeiten wie ein plätscherndes Bachrinnsal sucht man mit der Lupe. Lord of Arcana verleitet somit zum schnellen Durchlaufen, konzentriert sich also überwiegend auf die Gefechte. Das ist insofern schade, als dass wir keinen Drang zum Erkunden der Welt verspüren. Was übrig bleibt, sind eine Handvoll Kisten, die lieblos in die Gegend gepflanzt wurden.


Lord of Arcana
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Mirco Ruppelt am 28 Feb 2011 @ 12:44
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