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Star Ocean - Second Evolution: Review

  Playstation Portable 

Liebe und Freundschaft

Star Ocean war immer schon ein sehr komplexes Rollenspiel. So gibt es auch in Star Ocean: Second Evolution eine riesige Menge an möglichen Dingen zu tun. Allein das Charaktersystem ist so umfangreich, dass sich Anfänger überhaupt nicht zurechtfinden werden, denn Tutorials oder Erklärungen sucht man vergebens. Die Tatsache, dass das Spiel ausschliesslich auf Englisch erhältlich ist, macht dies nicht unbedingt einfacher. Jeder Charakter hat unterschiedliche Vorlieben, Talente und Fähigkeiten, die alle unterschiedlich zum Tragen kommen. Square Enix hat sogar eine soziale Komponente innerhalb der Party eingebaut. Kommt man an die Tore einer Stadt, kann man eine sogenannte private Aktion wählen, in der die Charaktere getrennt voneinander agieren. So ist es möglich, seine Gefährten in der Stadt zu treffen und etwas über ihre Eigenheiten zu erfahren. Trifft man ihre Vorlieben, kann es durch aus zu engen Freundschaften, wenn nicht sogar zu einer Liebesbeziehung kommen, was wieder neue Aspekte in die Charakterentwicklung und die Story bringt. Diese privaten Aktionen und auch das Ausbauen der individuellen Fähigkeiten wie Kochen oder Ähnliches kann man aber einfach ignorieren und sich einfach auf Story und Kampf konzentrieren. Der Rest von Star Ocean: Second Evolution spielt sich, wie man es von Japano-Rollenspielen gewohnt ist: Bringe etwas von A nach B, erforsche Dungeon C, suche dort nach D, und so weiter und so fort. Die Steuerung geht dabei recht einfach vonstatten. Im Echtzeitkampf kann man mit X auf die Gegner eindreschen und per Schultertasten Zaubersprüche ausführen. Man spielt aber immer nur ein Mitglied seiner Party, das man vorher zum Anführer auserkoren hat. Ein Kampf lässt sich auch mit der Dreieck-Taste unterbrechen, um die Taktik der Truppe zu bestimmen und Items zu benutzen. Die KI der Party-Mitglieder agiert sehr gut und so passiert es auch schon mal, dass ein Computer-Kamerad den Spieler aus kniffligen Situationen befreit. Diese wird man aber erst gegen Ende des Spiels erleben, denn der Schwierigkeitsgrad ist in der ersten Hälfte dermassen einfach, dass man fast schon durch die Gegnerreihen spaziert.

Komplex geht die Welt zugrunde

Und jetzt kommen wir auch zum Knackpunkt: Die erste Hälfte des Spiels. Fans werden das gesamte Spiel lieben und ohne Kompromisse verschlingen. Spieler, die aber noch keine grosse Erfahrung mit Star Ocean oder Japano-Rollenspielen im Allgemeinen haben, werden erstmal ratlos ihre PSP anblicken. Das komplexe Charakterentwicklungssystem muss man entweder kennen oder durch Herumprobieren herausfinden. Und genau dann zieht sich das Spiel ungewollt in die Länge und wirkt zäh, genauso wie die ewig erscheinenden Dialoge und Texte, die man über sich ergehen lassen muss, bevor die Story gegen Mitte so richtig losgeht. Bis dahin sind dann aber auch mal gut 15 Stunden vergangen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, am Ball zu bleiben, denn hat man erst einmal ungefähr das System raus und den etwas zäh wirkenden Anfang hinter sich, wird man in typischen Japano-Rollenspiel-Manier gefangen genommen und freut sich dann doch über jeden Kampf und das Vorankommen der Story.

Star Ocean - Second Evolution
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Stefan Vogel am 27 Feb 2009 @ 02:33
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