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Project Zero - Priesterin des schwarzen Wassers: Review

  Nintendo Wii U 

Gruselspiele sind immer ein großes Risiko für Entwickler wie Publisher, denn schließlich liegt der Fokus bei den Fans oftmals auf Action. Daher wundert es kaum, dass immer weniger Spiele dieser Gattung erscheinen. In Europa hätte man zudem fast auch noch auf einen frischen Vertreter verzichten müssen. Lange war nämlich nicht klar, ob es Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers überhaupt in europäische Gefilde schafft. Nach langem Hin und Her steht die Veröffentlichung mit Ende Oktober endlich fest. Wir haben uns schon einmal in die Abgründe des Grauens begeben und bringen für euch Licht ins Dunkel.

Berg des Schreckens

Um die Project-Zero-Reihe ist es in den vergangenen Jahren zeitweise zwar recht still geworden, doch mit der Veröffentlichung von Project Zero: Priesterin des schwarzen Wassers wird die Serie endlich mal wieder vorangetrieben. Das Element des Horrors ist nach wie vor essenziell, was einem bereits im spielbaren Prolog klar wird. So steuert man ein junges Mädchen, das irgendwo in einem überschwemmten Anwesen aufwacht und keine Ahnung hat, wo es sich eigentlich befindet. Bei der Suche nach dem Ausgang wird der Spieler plötzlich von einigen Geistern heimgesucht. Panisch findet der Prolog ein rasches Ende, ohne dass man das Mädchen retten kann. Ihre Schreie verstummen ganz einfach.

Eigentlich ein guter Auftakt für ein düsteres Gruselspektakel, hätte man sich zu Beginn nicht gleich zu sehr mit Erklärungen und Einführungen der grundlegenden Steuerung aufgehalten. Das bremst den ohnehin recht kurzen Einstieg aus und sorgt auch in den nachfolgenden Kapiteln dafür, dass man zunehmend Zeit benötigt, um sich auf die Atmosphäre einzulassen. Letzteres ist allerdings ungeheuer wichtig, um überhaupt etwas von der Stimmung aufzunehmen. Die Grundzutaten klingen aber schon einmal recht passend. Der Schauplatz ist der Hikami-Berg, der seit jeher für seine Mythen bekannt ist. Immer wieder kommen dort nämlich Leute hin, die sich nach dem Tod sehnen und sich schließlich das Leben nehmen. Doch scheinen nicht alle Schicksale ein selbst entschiedenes Ende zu finden. Anscheinend spielen sich auf dem Berg noch ganz andere Dinge ab. Etwas Übernatürliches.

Project Zero - Priesterin des schwarzen Wassers

Als eine weitere junge Frau vermisst wird, bekommt Hisoka Kurosawa den Auftrag, sie wiederzufinden. Hisoka ist die Besitzerin eines kleinen Antiquitätenladens und verfügt über die Gabe der Schatten. Damit spürt sie verschwundene Leute auf, trifft aber auch immer wieder auf die Welt der Geister, die den Lebenden nach der Seele trachten. Als auch Hisoka letztlich verschwindet, macht sich ihre Schülerin Yuri auf, die Angelegenheit aufzuklären. In den nachfolgenden Episoden schlüpft man in die Rolle unterschiedlicher Charaktere, die alle miteinander in Verbindung stehen. Es dauert natürlich auch nicht lange, bis man erstmals auf eine namensgebende Priesterin trifft, die maßgeblich in die Vorfälle involviert zu sein scheint.

Wie bereits erwähnt braucht der Titel etwas Zeit, um seine Atmosphäre aufzubauen. Nach einigen Episoden fühlt man sich aber zeitweise wie in den Bann gezogen. Die dunkle Grundstimmung wird stets aufrechterhalten, ohne irgendwelche Gore-Elemente zu verwenden. Keine Frage, hin und wieder kommt es auch zu gewalttätigen Szenen, doch spielt Project Zero vor allem mit der Angst des Spielers, dass jeden Augenblick irgendwas passieren könnte. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich in diesem Zusammenhang auch die akustische Unterstützung, wobei hier eher die Soundeffekte gemeint sind. Sie sind oftmals dafür verantwortlich, dass man sich in manch einem Moment einfach nur unwohl fühlt und sich nach dem Ende der Episode sehnt. Dennoch zündet nicht jeder Schockmoment. Gerade, wenn zum x-ten Male eine Geisterhand nach einem greift, sobald ein Gegenstand aufgehoben wird, wirkt das eher lächerlich, als in irgendeiner Weise gruselig.

Project Zero - Priesterin des schwarzen Wassers
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 19 Okt 2015 @ 19:15
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