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Star Fox Zero: Review

  Nintendo Wii U 

Hand aufs Herz, liebe Nintendo-Freunde: Star Fox war nie wirklich gut. Auf dem SNES war das Debüt Starwing eine technische Zumutung, auf dem GameCube machte Fox McCloud die Spielwelt in einem halbgaren Action-Adventure und einem überflüssigen Namco-Titel unsicher. Zuletzt war es ein DS-Titel, in welchem er und seine drei Flügelmänner das Universum retteten. War da noch was? Klar, Star Fox 64 – oder Lylat Wars, wie es in Europa hieß –, das wirklich exzellent war. Nur ist das knapp zwei Jahrzehnte her – und die 3DS-Neuauflage zehrte lediglich vom Mythos des einstigen Vorzeigetitels. Und verkaufte sich hundsmiserabel.

So betrachtet ahnt man, warum ein neuer Star-Fox-Titel lange auf sich warten ließ. Star Fox Zero für die Wii U dürfte aber selbst die Hardcore-Fans enttäuschen. Denn Sternenfuchsi ist enorm eingerostet. Da helfen keine unzähligen Features, da hilft keine hippe deutsche Sprachausgabe – und die Qualitäten des N64-Titels misst man trotz zahlreicher Anspielungen.

Alte Geschichte, neue Innovationen

Aber der Reihe nach. Das Lylatsystem ist einmal mehr in heller Aufregung – der friedfertige Planet Corneria muss sich einer feindlichen Übermacht stellen. Statt einer schlagkräftigen Armee stellen sich den Feinden die Mannen um Sternenfuchsi Fox McCloud entgegen. An dessen Seite fliegen noch immer die trottelige Kröte Slippy Toad, der alte Hase Peppy Hare und Falco Lombardi, dessen Eitelkeit in jeder Silbe mitschwingt.

Den Gesetzen der Serie folgend, fliegt ihr im Schwadron durch diverse Landschaften. Corneria etwa ist eine urbane Schönheit mit viel Natur, später erwarten euch verwaiste Raumstationen, Asteroidengürtel, Wasserplaneten und die obligatorische Lava-Stage. Abwechslung ist garantiert, nicht nur wegen unterschiedlicher Settings. Je nach Situation verwandelt sich der agile Arwing, das Standard-Flugzeug des Star-Fox-Schwadrons, in einen Kampfläufer, Panzer oder Helikopter. Neu ist die Idee beileibe nicht, nicht einmal innerhalb der Serie. Für das eingestellte Star Fox 2 auf dem Super Nintendo war eben jene Transformation fest im Konzept vorgesehen. Und das vergessene Juwel Scorched Planet (PC, 1996) stellte den schnellen Wechsel zwischen Panzer und Fluggefährt in den Fokus des Open-World-Konzepts. Doch wo der PC-Titel von den unterschiedlichen Gestalten klar profitiert, wirkt Nintendos Umsetzung auf Wii U wie der verzweifelte Versuch, die bewährte Formel des N64-Titels auf Krampf zu erweitern.


Spielerisch fügt es sich schlicht und ergreifend nicht zusammen. Viel zu oft irritiert das Spiel innerhalb einer Mission mit dem Wechsel und nimmt die Pace heraus. Gerade noch dutzende Feinde vom Himmel geblasen, Fassrollen und Loopings geflogen – und im nächsten Moment klebt ihr am Boden und kämpft mehr mit der miesen Tastenbelegung denn den unzähligen Gegnern. Uff.

Star Fox Zero
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Daniel Wendorf

Daniel Wendorf am 10 Aug 2016 @ 09:42
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