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Monster Hunter 3 Tri: Review
Die Jagdsaison ist eröffnet. Nachdem man sich in Asien bereits seit geraumer Zeit auf der Pirsch nach urzeitlichen Giganten befand, sind nun auch die europäischen Wii-Besitzer gefragt, ihre Künste im Ökosystem zu beweisen. Auch wir gingen auf die Pirsch und können nach vielen Spielstunden ein sehr zufriedenes Fazit ziehen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg.
Wer die Serie bereits kennt, wird sich nicht umstellen müssen. Nach wie vor erstellt ihr mittels eines Editors einen Jäger oder eine Jägerin und kreiert eine einzigartige Persönlichkeit, indem ihr das Aussehen euren Wünschen entsprechend anpasst. Grundsätzlich reicht der Editor auch aus, um die eigene Spielfigur zu erstellen, doch man hat auch schon umfangreichere Editoren gesehen. Letztlich unterscheiden sich die Avatare im Spiel ja auch durch ihre gesammelte Ausrüstung und Erfahrung voneinander. Denn in diesem Punkt geht Capcom konsequent den eingeschlagenen Weg weiter. Der Sammelleidenschaft kommt auch in diesem Teil eine grosse Bedeutung zu, sie ist und bleibt Kernpunkt der Motivation.
Als Ausgangspunkt für eure Abenteuer dient ein Fischerdorf. Ein gewaltiges Erdbeben erschüttert die Welt, das Oberhaupt des Dorfes macht ein gigantisches Seeungeheuer für die Katastrophe verantwortlich. Ihr selbst braucht euch zunächst nicht um den Übeltäter im Wasser zu kümmern, vielmehr widmet ihr euch den Aufgaben, welche die Gilde für euch bereithält. Denn nur so gelangt ihr an bessere Ausrüstung und schlagkräftige Waffen, um wiederum gefährlicheren Gegnern entgegentreten zu können - ihr kennt das übliche Prozedere sicherlich. Zu Beginn geht es noch gemächlich zu, auch Neueinsteiger werden nicht überfordert, können sich dank zahlreicher wertvoller Tipps mit der Spielmechanik vertraut machen.
Ihr sammelt Pilze oder Insekten, macht euch auf die Jagd nach ungefährlichem Vieh und weidet dieses aus, um Rohstoffe wie Häute, Felle und natürlich Fleisch gewinnen zu können. Gemütliche Naturen können auch am See fischen gehen, vorausgesetzt, sie haben sich eine Angelrute zugelegt. Schwere Arbeit wird aber auch hier belohnt: mit einer Spitzhacke wird schweisstreibender Abbau von Metallen und Erzen betrieben. Wer sich jetzt fragt, ob Monster Hunter 3 Tri ein Rollenspiel sei, dem kann so ganz nicht widersprochen werden. Denn von verschiedensten Bewohnern erhaltet ihr Aufträge, mit deren Erledigung ihr entweder Geld oder besondere Gegenstände einkassiert. Auf ein Erfahrungssystem wird jedoch verzichtet; ihr investiert hier keine Punkte auf Attribute. Eure Jagdstärke hängt vielmehr von der Ausrüstung ab, die ihr tragt, und von eurem Können hinsichtlich Beobachtung des Jagdobjekts und der Ausführung selbst.
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 Markus Grunow
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