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The Last Story: Review

  Wii 

Ja, Hironobu Sakaguchi, der kreative Geist und Schöpfer von The Last Story, wurde bekannt als Erfinder von Final Fantasy und hat die Serie massgeblich beeinflusst. Wir wollen nicht dem Vorwurf ausgesetzt werden, wir hätten nicht genügend darauf hingewiesen. Allerdings wissen wir auch, dass sich Meister Sakaguchi endlich von seiner Schöpfung abnabeln und auch nicht in jedem Interview auf die Spieleserie angesprochen werden möchte. In Berücksichtigung dieser Wünsche wollen wir daher versuchen, seine neueste Schöpfung, The Last Story für die Wii, völlig losgelöst von möglichen Wurzeln zu betrachten.

Wirklich die letzte? Die Story.

Dass wir es bei The Last Story mit Hironobu Sakaguchis letztem Spiel, seiner letzten erzählten Geschichte zu tun haben, wollen wir nicht so recht glauben. Und so ist es wohl auch nicht. Viel eher könnte es sich um die letzte Geschichte der Insel Lazulis und deren Bewohner handeln, die schon relativ früh in der zu erlebenden Geschichte von den Gurak, einer humanoiden, aber dennoch menschenhassenden Rasse heimgesucht und angegriffen werden. Noch dazu kommt, dass das Festland des Kaiserreiches stirbt, die verwüsteten Regionen sich kristallisieren, explodieren und als Splitter auf Lazulis herabfallen. Ein morbid-schönes Schauspiel.

Davon bekommen wir aber zu Beginn noch nicht allzu viel mit, denn sogleich schlüpfen wir in die Rolle von Hauptcharakter Zael, der seit er denken kann zu einer gutmütigen Söldnertruppe gehört und in ihr eine neue Familie gefunden hat. Zael schaut zu Dagran, dem Anführer der Truppe, auf wie zu einem älteren Bruder und verfolgt mit ihm zusammen ein gemeinsames Ziel: Das Söldnerleben eines Tagen hinter sich zu lassen und bei den Rittern von Lazulis anzuwerben. Den Schlüssel zur Verwirklichung dieses Ziels, so scheint es, wollen die beiden in der Erfüllung eines Auftrages gefunden haben, den sie von Graf Arganan, dem Herrscher der Insel, persönlich erhalten haben. Doch während des Auftrages verändert sich alles - mitunter auch Zaels Schicksal.

Ob The Last Story Sakaguchis letzte Geschichte ist? Wahrscheinlich nicht. Ob sie das letzte ist? Ganz sicher nicht - wenngleich sie auch von Klischees nicht verschont wird.



Überraschend erfrischend: die Kämpfe.

Wir haben schon viele Rollenspiele gezockt und dementsprechend auch schon etliche Geschichten zu Ohren bekommen. Dass sich da die Geschichte von The Last Story nicht gravierend von bekannten Richtlinien entfernt, verwundert nicht, ist allerdings auch kein Genickbruch. Liebe, Freundschaft, Verrat, der Kampf Gut gegen Böse - all das wird auch hier, wenngleich hervorragend präsentiert, thematisiert. Womit sich Sakaguchis neuestes Werk allerdings erfrischend von der Konkurrenz abhebt, ist das gelungene Kampfsystem. Die Kämpfe finden zwar in Echtzeit statt, büssen deswegen aber nichts von ihrem taktischen Grundgedanken ein. Ihr müsst also nicht befürchten, ein weiteres Dynasty Warriors aufgetischt zu bekommen.

Ihr steuert Charakter Zael in den Kämpfen völlig frei über die Schlachtfelder, greift eure Gegner allerdings nicht selbst an - das wird gleich und automatisch vom Spiel übernommen. Befindet ihr euch nahe genug beim Gegner, schlagt ihr automatisch zu. Das lässt euch genügend Raum und vor allem auch Zeit, die nähere Umgebung genauer ins Visier zu nehmen. Nicht selten kommt es nämlich vor, dass ihr diese in die Kämpfe mit einbeziehen könnt. Schaltet ihr in die Ego-Ansicht um, könnt ihr mit der Armbrust beispielsweise einen Felsvorsprung markieren, der dann von einem Teamkameraden - in diesem Fall Hexer Yurick - mit einem Feuerstoss bombardiert wird und auf die Feindesschar hinunterfällt. Auf diese Weise lassen sich auch fies positionierte feindliche Scharfschützen ausschalten. Doch Vorsicht: Bei solchen Aktionen sind eure Teamkameraden ungeschützt, da sie ihre Kräfte erst aufladen müssen. Angezeigt wird dies durch einen Countdown, der, bei Null angekommen, den Angriff auslöst.

The Last Story
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Andy Wyss


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Andy Wyss am 30 Apr 2012 @ 09:20
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