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Gunblade NY & LA Machineguns Arcade Hits Pack: Review
Vor allem in den 1980er-Jahren waren so genannte Railshooter in der Spielhalle äusserst beliebt. Mit einer Pistole feuerte man auf den Bildschirm, um fast ausschliesslich durch vorbestimmte Szenarien zu fahren und Gegner abzuknallen. Das war in der Regel nicht kompliziert, allerdings so beliebt, dass die Spiele samt der dazu notwenigen Eingabegeräte später die Heimkonsolen eroberten. Mittlerweile ist es wegen LCD- und Plasma- Fernsehern nicht mehr möglich, die Technik der Lichtpistolen im 21. Jahrhundert zu benutzen, doch glücklicherweise existieren ja die Bewegungssensorgerätschaften von Wii, PlayStation 3 und bald Xbox 360, mit denen man die Lichtpistolen durch eine spielerisch identische Funktion wieder in die heimischen vier Wände bringen kann.
Rückkehr zweier KlassikerVor allem die aktuelle Nintendo-Konsole wurde von den Spieleherstellern mit Hang zu Arcade-Schiessereien längst wiederentdeckt. Der Wii wurden sogar völlig neue Genrevertreter spendiert, darunter House of the Dead: Overkill, Dead Space: Extraction und Resident Evil: Darkside Chronicles. Speziell SEGA hat ein grosses Herz für Anhänger simpler Retro-Ballereien, wie Umsetzungen von House of the Dead 2 und 3 oder Ghost Squad beweisen. Und nun haben die Japaner mal wieder in der Mottenkiste gestöbert und zwei Klassiker gefunden: Gunblade N.Y. und den Nachfolger L.A. Machineguns. Dabei gehören beide Titel nicht wirklich zu den bekannteren ihrer Art, in Europa dürften sie nahezu unbekannt sein. Tragisch ist das nicht, schliesslich können Fans mit der rund 30 Euro günstigen Collection jetzt ihre Wissenslücke schliessen. Dabei sei schon im Vorfeld gesagt, dass die Minisammlung nur für diejenigen gedacht und geeignet ist, die etwas mit dem eingängigen und simplen Spielprinzip anfangen können.
Gunblade N.Y.Den Anfang macht Gunblade N.Y. aus dem Jahre 1995. Die Wii-Konvertierung wurde nicht verschönert oder visuell optimiert, vielmehr handelt es sich um eine 1:1-Umsetzung. Folglich erstrahlt das Geschehen im besten Stil der frühen 32-Bit-Ära, allem Anschein nach muss die Spielhallenvorlage auf der Technik des SEGA Saturn basiert haben. Simple Texturen sind keinesfalls mehr zeitgemäss, dafür ist das Geschehen jederzeit butterweich. Früher waren Lichtpistolenspiele häufig wenig anspruchsvoll, wie Gunblade N.Y. verdeutlicht. So fliegt man an etlichen Schauplätzen der US-Metropole vorbei, um Androidenterroristen zu bezwingen. Eine begrenzte Munition besitzt man mit seinem Helikopter nicht, stattdessen kann man gedankenlos alles abknallen, was sich einem in den Weg stellt. Drei Spielmodi stehen zur Verfügung, in dem einfachen und schweren werden verschiedene Szenarien besucht, die man in jeweils in zirka 15 Minuten beenden kann. Denn dank unendlich vieler Leben ist das keine grosse Herausforderung. Sogar die Endbosse gestalten sich als nicht sonderlich knackig.
Aber sowieso ist es die hauptsächliche Intention, den Highscore zu knacken und durch erfolgreiches Durchspielen womöglich im Rang aufzusteigen und damit neue Waffen freizuschalten. Im Zeitmodus muss man innerhalb von 60 Sekunden möglichst viele Punkte sammeln, um den nächsten Abschnitt zu erreichen. Hier wird im Grunde nichts geboten, was man zuvor nicht schon in den anderen Spielarten gesehen hat. Die kurze Spielzeit ist gewiss die grösste Schwäche von Gunblade N.Y., eine interessante Zeitreise in die Historie der Railshooter ist es trotzdem. Überzeugend sind die präzise Wiimote-Kontrolle und die gelungene Anpassung für den Wii Zapper-Aufsatz. Ausserdem ertönen Funksprüche aus dem Lautsprecher der Wiimote. |
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 Sven Wernicke
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