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Nintendo Wii U: Special - Wii U Later

  Nintendo Wii U 

Die letzten Spiele tröpfeln im eShop rein, viele andere Spiele, wie vor kurzem Yooka-Laylee, erscheinen nun doch nicht mehr. Spätestens mit der Veröffentlichung der Nintendo Switch am Horizont ist klar: die Wii U ist tot. Die wohl erfolgloseste stationäre Nintendo-Konsole verabschiedet sich mit einem traurigen Weihnachts-Line-up. Kein neues First-Party-Spiel, noch immer kein neues Zelda. Es ist Zeit, die Konsole über die Feiertage ein letztes Mal hochleben zu lassen, denn die Momente, die ich mit ihr hatte, waren schön. Sehr schön.

Verschenktes Potenzial

Wenn man auf die Geschichte der Wii U zurückblickt, fällt einem vor allem eines ein: Was für ein verschenktes Potenzial! Als Nintendo die Konsole 2011 vorstellte, was für mich klar: Mit den richtigen Spielen wird das Ding ein Hit! Die technischen Details waren Nebensache. Ähnlich wie beim Nintendo DS war ich davon überzeugt, dass mit dem zweiten Bildschirm innovatives Gameplay in das Wohnzimmer einzieht. Ich malte mir aus, wie ein asymmetrisch aufgezogenes Rollenspiel das Gamepad dazu nutzt, um einen Spielleiter in das Spiel zu bringen. Dieser könnte die Dungeons verändern, Fallen aufstellen und Monster rekrutieren, während weitere Spieler versuchen, den Dungeon zu erobern. Mit einem zweiten Gamepad könnte man in einem rundenbasierten Strategiespiel gegeneinander antreten und die Gefechte auf dem großen Bildschirm in allen Details sehen. Oder wie wäre es, wenn beim lokalen Mehrspielermodus von FIFA endlich einer die taktische Übersicht besitzt und die gerade nicht aktiv gesteuerten Mitspieler in die richtige Richtung schickt?

Von diesem Potenzial ist nicht viel übrig geblieben. Nach einem desaströsen Verkaufsstart mit einer mehr als nur fraglichen Marketing-Kampagne, die sich ausschließlich auf das Gamepad fokussierte, war die Luft eigentlich schon raus. Schlimmer noch: Weil Nintendo Platz für Third-Party-Hersteller lassen wollte, wurde es kurz nach Veröffentlichung gähnend leer im Spieleregal. Nicht mal Nintendo selbst konnte fertige Spiele liefern. Die Situation war ernüchternd, und so wartete auch ich erst mal ab. Für die vielen Casual-Spieler der Wii war sowieso nicht klar, was die Wii U eigentlich ist: Ein Add-on? Nur der Tablet-Controller? Das benötigt man wirklich nicht. Man verlor einen großen Teil der Wii-Kundschaft.

https://www.youtube.com/watch?v=X4SYeDArez4

Tolle Spiele, tolle Zeit

Doch langsam, aber sicher wurde die Situation besser. Wenn andere Hersteller nichts liefern wollten, dann machte es Nintendo halt selbst. Und die Japaner starteten eine echte Erfolgsserie. Zumindest qualitativ. Mit Super Smash Bros., Pikmin 3, Wind Waker HD und anderen gab es qualitativ hochwertige Spiele. Insbesondere Super Smash Bros. werde ich niemals vergessen. Zusammen mit sieben Freunden und acht Controllern wurden der ganze Nachmittag und der ganze Abend damit verbracht, sich gegenseitig auf die Moppe zu hauen. Was für ein herrliches Chaos!

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Patrik Nordsiek


 
Patrik Nordsiek am 24 Dez 2016 @ 12:11
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