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Sherlock Holmes - The Devil's Daughter: Review

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Wer kennt ihn nicht: Sherlock Holmes – Meisterdetektiv. Der geniale Exzentriker und sein treuer Freund Dr. Watson bereicherten jahrzehntelang die Literatur (und tun dies auch heute noch). Auch wenn die Feder des Schaffers Sir Arthur Conan Doyle schon länger still steht, heißt das jedoch nicht, dass wir an der Seite des Ermittler-Duos keine spannenden Fälle mehr erleben können. Denn Sherlock ist nicht nur in Film und Fernsehen weiterhin eine beliebte Figur, auch in der Videospielbranche geht dem Detektiv die Arbeit nicht aus. So werkelt zum Beispiel auch das Studio Frogwares seit Jahren an immer neuen Sherlock-Holmes-Titeln und hat zuletzt mit Crimes and Punishments zahlreiche wohlwollende Wertungen abgeräumt. Nun ist mit The Devil's Daughter ein neuer Ableger und direkter Nachfolger aus demselben Hause erschienen. Wir haben die Stirn in Denkfalten gelegt und uns angesehen, was für eine Figur der Meisterdetektiv in seinem neuesten Abenteuer macht.

Gestorben wird immer

Wer Crimes and Punishments gespielt hat, wird sofort Zugang zu The Devil's Daughter finden, denn in Bezug auf die Handhabung hat sich wenig verändert. Wir starten mit einem verstimmten – weil gelangweilten – Mister Holmes, welcher auch von seinem treuen Freund Dr. Watson nicht aufgemuntert werden kann. Glücklicherweise lässt die Heilung von Holmes' Krankheit, wie Watson den Zustand der überbordenden Langeweile gern bezeichnet, nicht allzu lange auf sich warten, denn ein aufgeregter kleiner Junge stürmt alsbald in das Domizil des Meisterdetektivs. Völlig aufgelöst berichtet er von dem Verschwinden seines Vaters, nachdem dieser sich für einen "Spezialjob" in einer Kneipe hat anheuern lassen.

Sherlock Holmes - The Devil's Daughter

Sofort steigen wir in das Geschehen ein. Wie auch schon im Vorgänger, wird in The Devil's Daughter auf ein Tutorial verzichtet, und die Funktionsweisen müssen, wie man es in einem solch investigativen Titel auch nicht anders erwarten sollte, selbst erschlossen werden. Einzig und allein dezente und knapp gehaltene Texteinblendungen geben ansatzweise Aufschluss über die Spielmechaniken, die vonnöten sind, um die insgesamt fünf Fälle des Titels lösen zu können. Daher ist schon hier eine gewisse Portion Grips gefragt, und wer die Bereitschaft zum Ausprobieren und Knobeln schon von vornherein nicht mitbringt, sollte den Titel sowieso lieber links liegen lassen, um Frust und Demotivation zu vermeiden.

So besteht unsere erste Aufgabe darin, eine Charakteranalyse unseres minderjährigen Klienten durchzuführen. Wie bereits im Vorgänger, suchen wir den Dialogpartner mit geschultem Blick auf Auffälligkeiten ab, welche uns Aufschluss über beispielsweise den Gemütszustand, sozialen Status oder Beruf unseres Gegenübers geben. Neu ist jedoch dabei die Tatsache, dass wir nun einige Indizien erst interpretieren müssen und damit unsere Analyse durchaus verfälschen können. Hier sollte wohl etwas mehr Dynamik in die zuvor sehr stringente Analyse gebracht werden. Aber ohne Kontextwissen vermittelt zu bekommen, erweist es sich eher als reines Ratespiel, ob der Junge nun zum Beispiel gerötete Augen hat, weil er krank ist oder vorher geweint hat. Da eine falsche Analyse nicht rückgängig gemacht werden kann, stolpern wir hier bereits in der Einführung über die erste, als vermeintlich sinnvoll erachtete, Neuerung von The Devil's Daughter.

Sherlock Holmes - The Devil's Daughter
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Jessica Rehse

Jessica Rehse am 27 Jun 2016 @ 10:20
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