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The Witcher 2 - Assassins of Kings: Review

  XBOX 360 

Die technische Seite

Wichtig für Xbox 360-Liebhaber ist freilich die Frage, ob die Umsetzung überhaupt gelungen ist. Schliesslich sah das Original auf schnellen Rechnern in hohen Auflösungen und maximalen Details fantastisch aus. Zwangsläufig musste die Konsolenversion hier und da Federn lassen, wir reden schliesslich über eine Hardware, die mittlerweile sechseinhalb Jahre alt ist. Jedoch kann man Skeptiker beruhigen: Die Engine leistet Erstaunliches und zaubert auf der Xbox 360 tolle Grafiken auf den Bildschirm. Auf geschmeidige Animationen und hervorragend detaillierte sowie lebendige Gebiete muss man nicht verzichten.

Klar ist, dass man Abstriche in Kauf nehmen muss. Die Darstellungen von Schatten sind sichtlich schwächer, genauso sind Texturen niedriger aufgelöst. Auch manche Effekte wie Rauch oder Nebel sehen zwar gut, aber eben nicht so gut wie auf dem PC aus. Auffällig ist die nicht optimale Kantenglättung, viele Objekte haben die typische Treppcheneffekte. Nicht unübersehbar sind minimale Grafikfehler, Pop-ins und ein relativ später Bildaufbau bei Hintergründen. Aber mal ehrlich: Das sind alles Kleinigkeiten, mit denen man ohne Weiteres leben kann. Es ist immer wieder erstaunlich, was aus der technisch angestaubten Xbox 360 herausgeholt werden kann. So oder so beeindruckt das Dargestellte, vor allem weil das Geschehen fast immer flüssig bleibt - auch in Ortschaften mit vielen NPCs. Auffällig ist das überarbeitete Beleuchtungssystem. The Witcher 2 hinterlässt nun einen authentischen, ja fast realistischen Eindruck. Dieses Element erhalten PC-Spieler durch den Patch auf die Enhanced-Edition übrigens auch.



Es muss einfach noch mal betont werden: The Witcher 2 sieht auf der Xbox 360 wunderbar aus, gibt keinen Grund zur grossen Klage, und klotzt mit einer detailreichen Welt, die wohl nur von Skyrim übertrumpft wird - wenn man diesen mutigen Vergleich wagt. Inhaltlich sind beide Titel ja grundverschieden.

Was vergessen?

Was sollte noch erwähnt werden? Genau. Die Akustik. Die Abmischung in Dolby Digital 5.1 ist absolut stimmig, auf Wunsch kann man die deutsche Sprachausgabe auch via Optionen in Englisch wechseln. Vorbildlich ist das Speichersystem: Jederzeit kann der Spielstand gesichert werden; Speicherpunkte oder dergleichen sind nicht nötig beziehungsweise nicht vorhanden. So sollte es sein. Obwohl die Menüs zahllose Optionen anbieten, verliert man nie den Überblick über die Möglichkeiten des charismatischen Helden. Auf Wunsch kann man sich sogar für eine grosse und eine HD-optimierte Schriftgrösse entscheiden. Schön ist ausserdem, dass man nicht zwangsläufig jeden Schnickschnack verwenden muss. Spielt man The Witcher 2 auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad, kann man sich in wilden, harten Kämpfen regelrecht austoben, ohne dass man sich mit dem Brauen oder dem Meditieren ausschweifend beschäftigen muss. Rollenspieler wählen also im Vorfeld eine höhere Herausforderungsstufe oder passen diese während des Spielens live an.

The Witcher 2 - Assassins of Kings
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Sven Wernicke am 17 Apr 2012 @ 12:08
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