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Rise of Nightmares: Review

  XBOX 360 

Kaum Freiheit

Rise of Nightmares besitzt natürlich seine Grenzen: Wirklich frei kann man sich in den Abschnitten nicht bewegen. Zwar funktioniert das Hin- und Herlaufen, doch gibt es keine abzweigenden Wege oder gar eine sich abhängig von den eigenen Taten ändernde Geschichte. Wie bei besagtem The House of the Dead ist der Verlauf sehr linear. Dazu gesellen sich Rätsel auf einem infantilen Niveau, die vermutlich jeder ohne Hilfen lösen kann. Ohnehin sollte man sich mehr auf die eigentlichen Kämpfe konzentrieren. Diese erinnern konzeptionell frappierend an ein Condemned, Schusswaffen gibt's nicht. So prügelt man auf Untote und häufig dicke Bosse ein. Sehr launig und schweisstreibend ist hier das Monstrum namens Ernst. Das Ding läuft einem häufiger über den Weg, doch Vorsicht ist geboten: Jede Bewegung kann das Todesurteil bedeuten. Das sorgt für jede Menge Atmosphäre und Adrenalin in den Adern. Etliche Überraschungen im Verlauf beweisen, dass die Macher ihr Handwerk verstehen. Voraussetzung ist aber immer, dass man ein Faible für blutrünstige Schauermärchen hat. Schock- und Schreckmomente sind gut portioniert vorhanden. Es ist sofort ersichtlich, wieso Rise of Nightmares in Deutschland keine Altersfreigabe erhielt. Löblich ist ferner, dass der Titel nicht auf sinnloses Gemetzel setzt, sondern mehr den Horror gezielt, dezent taktisch und ausgewogen einsetzt.



Technisch so lala

Während die Steuerung mittels Kinect unter Optimalbedingungen im heimischen Wohnzimmer ausserordentlich gut funktioniert, ist die restliche technische Seite von Rise of Nightmares nicht beeindruckend. Die Grafik erreicht höchstens die Klasse eines gehobenen Wii-Spiels - immerhin in HD-Auflösung. Es fehlt vielerorts an stimmigen Details und attraktiven Texturen. Wenigstens die Animationen der zahlreich vorhandenen Zombies sind sehenswert. Schade ist übrigens, dass SEGA auf eine deutsche Lokalisierung verzichtete. Nicht einmal Untertitel sind vorhanden. Die englischen Sprecher leisten aber sehr gute Arbeit. Nur wieso knackt die stimmige Hintergrundmusik gelegentlich? Das ist nicht nachvollziehbar.

Rise of Nightmares
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Sven Wernicke am 22 Sep 2011 @ 13:57
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