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Call of Duty - Black Ops: Review
KawummBeim Spielprinzip selbst geht Treyarch freilich keine Experimente ein, man möchte ja keinesfalls die Millionen Anhänger vergraulen. So kämpft man sich quasi ausschliesslich mit Unterstützung von KI-Kollegen durch die Landschaften und durchlebt eine Reihe fantastisch präsentierter Momente. Aufgelockert werden die streng linearen Aufgaben auf der gesamten Welt durch schicke Auseinandersetzungen mit diversen Vehikeln. Mal fährt man auf einem Boot umher, ein anderes Mal zerballert man mit einem Helikopter ein riesiges Schiff oder feindliche Siedlungen im Dschungel. Das sieht sensationell gut aus, geht aber über das Niveau eines anspruchsvolleren Railshooters eigentlich nicht hinaus. Es macht ausgesprochen viel Spass, die Umgebungen zu zerlegen, obwohl die Engine von Modern Warfare 2 nicht im Ansatz so viele Physikspielereien bietet wie die von Bad Company 2 zum Beispiel.
Der normale Ego-Shooter-Teil von Call of Duty - Black Ops spielt sich wie von der Serie gewohnt hochwertig, extrem rasant und als hätte man eine Extraportion Crystal Meth konsumiert. Das würde ja zum Krieg passen. Jedenfalls scheint Treyarch die unzähligen geskripteten, also vorbestimmten Ereignisse perfektioniert zu haben. Das gilt auch für die Gewalt beim heimlichen Meucheln oder Abtrennen von Köpfen. In der in Deutschland veröffentlichten Version fliessen zwar keine Hektoliter Blut und fliegen keine Gliedmassen durch die Gegend, ziemlich brutal ist Black Ops dennoch. Dies verdeutlicht einmal mehr den Wunsch zur Provokation, ähnliche Szenen wie der umstrittenen Flughafenabschnitt in Modern Warfare 2 gibt es aber nicht.
Schicker KriegGegenüber besagtem Vorgänger hat die Grafik übrigens eine kleine Ecke zugelegt, was vor allem bei den Figuren, Animationen und stimmungsvollen Landschaften deutlich wird. Dabei bleibt die Bildrate fast immer absolut stabil, was für eine flotte Ballerei wie Black Ops auch nötig ist. Und ein paar neckische Ideen sind übrigens auch dabei: So kann man von einem Düsenjet aus im Stil eines Echtzeitstrategiespiels Einheiten steuern, schwimmt in eine unterirdische Funkanlage, schleicht sich heimlich in eine Forschungsanlage oder lässt von einem Hubschrauber Gegner töten. Jederzeit sieht Black Ops richtig schick aus, hier wurde der Krieg im wahrsten Sinne des Wortes auf Hochglanz poliert.
Leider fällt aber die Akustik etwas ab. Zwar sind die Effekte pompös und der Soundtrack ist stellenweise ungewöhnlich modern, wenn auch sehr passend. Leider sind die deutschen Synchronsprecher allerhöchstens oberer Durchschnitt. Hier hat Activision Blizzard wohl etwas an der falschen Stelle gespart. Der Atmosphäre ist das aber nicht hinderlich.
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