GBase-Score8.5">8.5Wie schon bei Catan handelt es sich bei Carcassonne um ein taktisches Aufbauspiel nach der Vorlage eines Brettspielklassikers aus dem Jahr 2000. Der Reiz des Spiels liegt vor allem darin, dass es sehr schnell erlernt ist und trotzdem eine ungeahnte Spieltiefe bietet. Nach nur einer gespielten Runde sind die Grundlagen verinnerlicht, denn das Spielprinzip ist denkbar einfach. Jeder Spieler nimmt ein Spielkärtchen, das er dann möglichst günstig platzieren muss, um Wiesen, Klöster, Städte und Strassen zu bauen. Auf den Kärtchen sind beispielsweise Stadtmauern, die so angeordnet werden müssen, dass sich eine geschlossene Mauer bildet. Analog dazu funktioniert die Errichtung von Strassen und Wiesen. Jeder Spieler hat ausserdem sieben Gefolgsleute, die er auf unvollendete Gebiete setzen muss. Wird dann eine Stadt beziehungsweise eine Strasse fertig gestellt, erhält der Spieler seine Gefolgsleute zurück und je nach Grösse des erbauten Objekts Punkte. Für Einsteiger hat man ein kurzes Tutorial integriert, das in wenigen Minuten die Grundlagen schnell und verständlich erklärt. Carcassonne bietet Einzelspielerpartien gegen die künstliche Intelligenz mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Viel interessanter ist es natürlich, wenn man mit Freunden zu viert an einer Konsole oder online spielt. Damit stets beste Übersicht garantiert ist, haben die Entwickler das Spiel grafisch sehr stark an die Vorlage angelehnt. Technische Spielereien und Effekte sucht ihr daher vergebens, was bei dieser Art Spiel aber keineswegs einen Nachteil darstellt. Es gibt lediglich eine kurze und unspektakuläre Animation, wenn ihr Spielkärtchen zu einem Bauwerk zusammengefügt habt.
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GBase-Score6.0">6.0Umsetzungen alter Spiele für Xbox Live Arcade gibt es bereits mehrere. Auch Gyruss ist die Neuauflage eines Spieleklassikers aus dem Hause Konami. Für den kleinen Preis von lediglich 400 Microsoft Punkten erhaltet ihr eine leicht aufgebohrte Version des 1983 veröffentlichten Shoot 'em Ups. Wie üblich für dieses Genre übernehmt ihr die Kontrolle über ein kleines Raumschiff, das sich durch Unmengen feindlicher Flotten und gefährlicher Asteroiden ballert. Anders als beispielsweise in Space Invaders kommen hier die Gegner nicht von oben, sondern befinden sich in der Mitte des Bildschirms. Ihr könnt lediglich im Kreis Kreis um den Gegner herum fliegen und wie wild auf den Ballerknopf drücken. Trotz der simplen Spielmechanik ist es alles andere als einfach, die Feinde abzuschiessen und gleichzeitig herannahenden Asteroiden und Geschossen auszuweichen. Dies liegt vor allem daran, dass es sehr viel Präzisionsarbeit erfordert, um die Gegner zu treffen. Ab und an könnt ihr eure Waffen durch herumfliegende Items aufbessern. Habt ihr alle Gegner in einem Level ausgelöscht, geht es sogleich weiter in den nächsten, wo genau die gleiche Aufgabe auf euch wartet: sämtliche Gegner vom Bildschirm fegen ohne dabei selbst den Löffel abzugeben. Neben dem Einzelspielermodus haben die Entwickler auch einen Co-op- und eine Versus-Modus integriert. Wirklich zusammen beziehungsweise gegeneinander zu spielen ist aber nicht möglich. Es geht lediglich darum, möglichst lange zu überleben und Punkte zu sammeln. Im kooperativen Spiel werden die Punkte jedes Spielers addiert und so in die Bestenlisten eingetragen, während im Versus-Modus der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Aufgrund des hohen und frustrierenden Schwierigkeitsgrades lohnt sich ein Kauf nur für Retrofans und Kenner der Vorlage. Neulinge suchen sich besser einen anderen Shooter aus dem Sortiment von Xbox Live Arcade.
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