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Dead or Alive - Dimensions: Review

  Nintendo 3DS 

Üppig dimensionierte Kampfbräute, verträumte Kulissen, flaches Gameplay. Als Dead or Alive vor gut 15 Jahren die Spielebühne betrat, galt der Prügler als Magnet für testosterongesteuerte Spielesüchtige. Tatsächlich verfügten erst die beiden Nachfolger über ein ausgefeilteres Gameplay und wussten auch abseits weiblicher Reize zu überzeugen. Und dann kamen die Beachvolleyball-Ableger, die bis heute prägend sind für das Bild, das der geneigte Spieler im Kopf hat: Grossbrüstige Damen mit Kulleraugen, die sich im Sand räkeln, blöde Minispiele absolvieren oder miteinander schäkern. Das war auf der Xbox so, auf der Xbox 360 und zuletzt auf der PSP. Natürlich hätte sich Entwickler Tecmo das alles einfach machen und auch auf dem Nintendo 3DS die virtuelle Fleischbeschau veröffentlichen können, die jeden Jugendlichen in Wallung bringt, den Rest aber kalt lässt.

New guitar in town

Stattdessen zauberte man ein Kaninchen aus dem Hut und präsentiert mit Dead Or Alive - Dimensions einen zünftigen Vertreter der Prügelspiele, der schmucke Optik und einen riesigen Umfang besitzt. Acht echte Spielmodi übertrumpfen dabei auch Super Street Fighter IV 3D Edition. Logischerweise gibt es den klassischen Arcade-Modus, das Training, einen Überlebensmodus und Off- wie auch Online-Mehrspielermodi. Des Weiteren unterstützt Dead or Alive - Dimensions auch Street Pass (im Spiel Throwdown benannt), was heisst, dass ihr auch ohne euer Zutun die eigenen Recken gegen jene anderer Spieler antreten lassen könnt.

Mit der Vitrine und dem Showcase kommen auch all jene auf die Kosten, die die Fleischbeschau schmerzlichst vermissen würden. In kleinen Dioramen könnt ihr hierbei die Prügeldamen und -herren aus jeder erdenklichen Perspektive ablichten und danach betrachten. Ein Transport der Fotos von SD-Card auf den PC ist ebenfalls möglich.

Dead or Alive - Dimensions Bild
Herausragend ist aber der Chronik-Spielmodus. In ihm erlebt ihr die gesamte Dead or Alive-Saga, verpackt in ansehnliche Zwischensequenzen, die vollständig englisch und japanisch synchronisiert sind. Dead or Alive-Storys sind immer Trash, ganz in der Tradition wahnwitzig schlechter B-Movies, aber es gibt gute Gründe, diesen Modus trotz aller blöden Dialoge zu zocken. Nicht nur, dass man an diesem Modus etliche Stunden zu knabbern hat, nein, er gestaltet sich auch noch als ungemein abwechslungsreich, da die Siegeskonditionen nur seltens zwischen den Kämpfen konstant bleiben. Prima auch, dass ihr mit dem Fortschreiten in dieser Kampagne neue Figuren, Stages und Fighter freischaltet. So wird man zu seinem Glück gezwungen.

Dead or Alive - Dimensions
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Daniel Wendorf


Daniel Wendorf am 05 Jul 2011 @ 15:38
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