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Metroid: Samus Returns: Review

  Nintendo 3DS 

Manche sind groß, manche sind klein. Manche sind stark und manche sind witzlos schwach. Aber allesamt haben sie nur ein Ziel: Metroids wollen euch töten ... oder mindestens in den Wahnsinn treiben! Mit Metroid: Samus Returns haut Nintendo den nächsten Spieleklassiker als Neuauflage raus. Was 1992 hier in Deutschland als ein einfaches Game-Boy-Spiel begonnen hat, konnte bald schon eine kleine Story und winzige Shooter-Elemente aufweisen. Und nach ca. zwei Jahrzehnten hat dieser Titel auch endlich die Farbvariante erhalten, die Nintendo seinen Fans immer versprochen hatte. Wir haben ihn getestet.

Da gibt es ja sogar 'ne Story

Eure Gegner sind die Metroids. Sie haben ihren eigenen Planeten namens SR388 und nach dem Missgeschick aus dem letzten Teil (Weltraumpiraten kamen auf die irrwitzige Idee, man könnte doch die Kraft der Metroids nutzen, um dies und jenes zu unterjochen) hat sich die galaktische Föderation dazu entschlossen, sie gänzlich auszuschalten. Nachdem Versuche ganzer Kampftruppen daran scheiterten, muss Samus ran. Schon wieder. Die Storyline befindet sich irgendwo zwischen Metroid Prime 3 & Super Metroid. Und tatsächlich dient die Geschichte nur dazu, dem Ganzen einen Hauch von Sinn zu vermitteln. Man sollte sie daher auch nicht groß hinterfragen – zum Beispiel, warum eine einzelne Söldnerin mehr ausrichten kann als Elite-Einheiten und der Rat einstimmig verabschiedet, Genozid zu betreiben. Im Vergleich zu seinem Original enthält dieses Spiel neue Levels und ein paar neue Spielereien in Bezug auf die Waffen. Die Ebenen werden nach und nach freigeschaltet. Ihr bewegt euch in den Vulkan/Planeten hinein, indem ihr bestimmte Metroids bekämpft und somit die Lava abfließen kann – natürlich eine vollkommen logische Reaktionskette. Um eure Gesundheit müsst ihr euch außerhalb der Bosskämpfe selten sorgen. Es gibt einzelne Spots an denen ihr diese komplett auffüllen könnt oder ihr generiert euch, äußerst praktisch, durch das Vernichten der Monsterchen um euch.

Frustrationslevel > 9000!

Die Möglichkeit, verschiedene Fähigkeiten und Waffen zu nutzen, macht es nicht so trist und bringt Abwechslung in das seitlich scrollende Jump & Run. Nett wäre im Prinzip auch die Karte. Ja genau, wäre. Denn schon zu Beginn wird es spaßig. Trotz der Karte kommt man nicht weiter, denn Steine müssen weggeschossen und Mechanismen ausgelöst oder Gegner getötet werden. Nur sind beispielsweise die Steine verdammt gut versteckt. Nachdem man also mehrere Minuten vergebens den nächsten Eingang sucht, hat man eigentlich schon keine Lust mehr. Das Original Game konnte man in ca. 5 Stunden durchspielen. Wer verdammt gut war auch in 3 Stunden. Nehmen wir nun an, dass sich die Zeit durch die neuen hinzugefügten Level etwas verlängert gehen wir von 6-7 Stunden Spielzeit aus.

https://www.youtube.com/watch?v=UhOx-FpEAQk

Grafisch wäre sicherlich noch mehr drin gewesen, aber Samus erinnert stark an ihr Original und von daher gibt der Melancholie-Faktor dem Leveldesign Recht. Die Metroids selbst haben eigene Stärken und Schwächen. Es gibt Fliegende, Kriechende, Hüpfende und wie auch immer man sich noch fortbewegen könnte als gewaltbereiter Alien. Daher sind hier gute kognitive Fähigkeiten vom Spieler gefragt. Mehrere Metroids auf einmal oder fiese Bosse müssen vernichtet werden. Dafür könnt ihr Bomben oder den "Power Beam" nutzen. Bei Bedarf könnt ihr sogar zum niedlichen Morphball werden, um enge Passagen zu durchqueren. Munitionsmangel ist keineswegs zu befürchten, auch hier gibt es nämlich in regelmäßigen Abständen Spots, die ihr nutzen könnt. Dort ladet ihr eure Waffen einfach wieder auf und schon könnt ihr fröhlich weiter feuern. Und beruhigend sind die Speicherpunkte, eine Neuerung zu den Vorgängern. (Warum mitten in einem noch nie zuvor besuchten Planeten solche Technik zur Verfügung steht, gehört wieder zu jenen Dingen, die man nicht hinterfragt!)

Metroid: Samus Returns
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Alexander Boedeker

Alexander Boedeker am 10 Okt 2017 @ 17:08
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